Emotionale Winterreise durch Ostpreußen

Web 01 Die Gaeste sangen die Lieder begleitet von den Zitherklaengen von Ulrich Zander kraeftig mit  Beitragsbild

Die Gäste sangen die Lieder kräftig mit, begleitet von Ulrich Zander auf der Zither


Vortrag lockt Interessierte aus der Region ins Leo von Klenze-Haus

Am 27. Januar 2024 lud der Förderverein des Leo von Klenze Museum e.V. zu einem faszinierenden Vortrag über Ostpreußen in das Leo von Klenze-Haus am Damm 14 in Schladen ein. Mit großer Freude folgten dreißig Besucher aus der gesamten Region der Einladung. Der Vereinsvorsitzende Jochen Buchholz hieß die Gäste herzlich willkommen und sorgte mit Kaffee, Tee und einem bunten Gebäckangebot für einen angenehmen Empfang. Die Zithermusik von Ulrich Zander begleitete die Besucher und sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Emotionale Einblicke in Ostpreußens Geschichte durch persönliche Erzählungen

Nach der herzlichen Begrüßung berichtete Dietrich Schachtner aus Halberstadt bewegend über die Geschichte seiner Vorfahren, die im 17. Jahrhundert als evangelische Flüchtlinge aus Österreich nach Ostpreußen kamen. Er selbst wurde mit 8 Jahren aus Ostpreußen vertrieben und fand schließlich in Halberstadt seine neue Heimat. Eine berührende Familiengeschichte, die den Kreis der Geschichte schloss. Die Veranstaltung wurde mit dem Lied „Ännchen von Tharau“ in ostpreußischem Platt eröffnet, gefolgt von einer gemeinsamen Darbietung in Hochdeutsch unter Begleitung von Ulrich Zander. Jochen Buchholz erklärte dabei die Hintergründe des Hochzeitsliedes von Simon Dach (1605-1658) und beleuchtete die damalige Versorgung von Pfarrwitwen anhand einer bewegenden Geschichte.

Rückblick auf historische Ereignisse und persönliche Anekdoten

Im weiteren Verlauf erinnerte Jochen Buchholz an den 165. Geburtstag von Kaiser Wilhelm II. und teilte wichtige Eckpunkte in der Geschichte Ostpreußens mit den aufmerksamen Zuhörern. Nach dem gemeinsamen Lied „Alle Tage ist kein Sonntag“ präsentierte Dorothee Schacht beeindruckende Winterbilder aus dem ehemaligen Ostpreußen, begleitet von Kommentaren von Jochen Buchholz. Die Aufnahmen zeigten verschneite Landschaften wie das Frische Haff, die Kurische Nehrung, das Allensteiner Schloss und das Dorf Krutinnen.

Der Höhepunkt des Tages war die aktive Beteiligung der Gäste, die ihre persönlichen Geschichten, Sprüche und Erinnerungsstücke teilten. Silvia Simon aus Weddel brachte einen wärmenden Spruch ihrer Großmutter über Grog im kalten Winter ein, während Marheine Fricke-Reinecke die ostpreußische Tracht ihrer verstorbenen Mutter präsentierte. Dieses besondere Geschenk wird nun einen Ehrenplatz in der ostpreußischen Sammlung im Heimathaus Alte Mühle erhalten.

Der Nachmittag fand seinen harmonischen Abschluss mit dem gemeinsamen Singen des Ostpreußen-Liedes „Land der dunklen Wälder“. In gemütlicher Runde bei Kaffee, Gebäck und angeregten Gesprächen bedankten sich alle herzlich für die gelungene Veranstaltung und bekundeten ihre Vorfreude auf die ostpreußische Weihnachtsfeier im kommenden Dezember.

Web 05 Nach dem Programm klang der Nachmittag noch bei netten Gesprächen aus
Web 04 Nach dem gemeinsamen Lied „Alle Tage ist kein Sonntag“ zeigte Dorothee Schacht Winterbilder aus dem ehemaligen Ostpreußen, die Jochen Buchholz kommentierte
Web 03 Marheine Fricke Reinecke überbrachte die ostpreussische Tracht ihrer Mutter
Web 02 Dietrich Schachtner aus Halberstadt erzählte über seine Vorfahren, die aus Österreich als Evangelische im 17  Jahrhundert nach Ostpreußen vertrieben wurden

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