Ferienpassaktion: Im zauberhaften Rammelsberg

Ferienpassaktion: Im zauberhaften Rammelsberg

Auch die Museumspädagogik des Rammelsberges beteiligte sich wieder an der von der Stadtjugendpflege Goslar initiierten Ferienpassaktion

Das geheimnisvolle Sonderprogramm richtete sich an Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren und fand am 10. und 17. August mit insgesamt 30 Kindern statt.
Das Angebot wurde von Birgit Bauwe, freie Mitarbeiterin der Rammelsberger Museumspädagogik und Gesine Reimold, Leiterin der Museumspädagogik am Rammelsberg, konzipiert und durchgeführt. „Glückauf!“ begrüßte Gesine Reimold die Kinder in der Kaue mit dem ersten Wort der Bergmannssprache, die im Laufe der Führung anhand zahlreicher Beispiele ausführlich gelernt und erklärt wurde.

Auf die Eingangsfrage: „Was macht den Rammelsberg so zauberhaft und geheimnisvoll?“, kamen Antworten wie: „Sein Alter, seine Gebäude, seine Gänge und die Dunkelheit“.
Während der gesamten Führung begleitete die Gruppe diese Thematik des Besonderen, Geheimnisvollen und Zauberhaften. Und dann ging es natürlich sogleich nach Unter-Tage in den Roeder-Stollen. An seinem Eingang angekommen tauchten die nächsten Worte der geheimnisvollen Bergmannssprache auf, das „Stollenmundloch“, so nennt man den Eingang eines Stollens und gleich hier auch die Werkzeuge der Bergleute: „Schlegel und Eisen“, also Hammer und Meißel.

Angeführt von „Steiger“ Jannies, der zum ersten Mal in seinem Leben Steiger genannt wurde, ging es hinein in den kühlen und dunklen Stollen. Und Steiger, die Vorgesetzten der Bergleute, sollten wissen wo es langgeht! Glücklicherweise hatte er die Anweisung, die Gruppe nur bis zur 5. Lampe zu führen. Dann übernahm Frau Reimold wieder und es wurde ein „Frosch“ angezündet, die Arbeitslampe des Bergmanns.

Ferienpassaktion: Im zauberhaften RammelsbergBeim flackernden Schein des Lichtes erzählte Frau Reimold die Sage vom „Berggeist Rübezahl am Rammelsberg“. Anschließend führte der Weg die Kinder zu den zauberhaften und faszinierenden „Vitriolen“. Ein Wort, das man erst gemeinsam üben musste. Es handelt sich dabei um farbige Metallsalze, die an den Stollenwänden unglaublich schöne Stalagniten, Stalagtiten und Stalagnaten bilden. Und auch die riesigen Kehrräder machten mächtig Eindruck.

Wieder Über Tage angekommen, wurde erst einmal in der ehemaligen Cafeteria der Bergleute Pause gemacht. Und frisch gestärkt konnten sich alle an die Rammelsberg-Tastkiste wagen. Anhand der darin ertasteten Gegenstände konnten weitere bergmännische Begriffe erklärt werden. Darin tauchte aber auch eine geheimnisvolle Minikiste mit den Wichteln Erzwin und Vitriola auf und seltsamerweise ein Tintenfass. Dieses Tintenfass war ein Symbol für ein besonderes chemisches Experiment unter Verwendung von Vitriol, das sogleich durchgeführt wurde: Die Herstellung von Eisen-Gallus-Tinte. Mit dieser Tinte schrieben die Kinder ihren Namen auf ein Erzwin und Vitriola-Schmuckblatt und klebten sogar noch ein wenig echtes Blattgold darauf.

Es folgte ein lustiges Bergmannssprachenspiel und endlich wurde auch das Geheimnis der Minikiste gelöst: Darin befand sich eine Wegbeschreibung, die die Kinder zu einer großen echten Schatztruhe führte.
Am Ende des Ferienpassangebotes waren alle Kinder wieder einmal vom Rammelsberg begeistert und haben viel gelernt. Alle, die das Programm dieses Mal verpasst haben, können sich auf die Herbstferien freuen, denn dann wird das Angebot wiederholt.

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