JHV des DRK Ortsvereines in Vienenburg

DRK

v. li: Klaus Philipp (1. Vors), zehn langjährige Mitglieder und Ilsabe Fließbach (2. Vorsitzende)


Einen Ehrungsmarathon gab es auf der Jahreshauptversammlung beim DRK Ortsverein

Die JHV wurde im Kaisersaal des historischen Bahnhofes abgehalten. Der 1. Vorsitzende Klaus Phillip und die 2. Vorsitzende Ilsabe Fließbach ehrten folgende Mitglieder:
Gisela und Dieter Hoffmann (beide 50 Jahre),
Kurt Lindner, Wolfgang Hötzel, Torsten Brunke, Jürgen Muske, Karin Deike, (alle nicht anwesend)
Annaliese Drenikow, Ursula Krämer und Brigitte Schäfer (alle 40 Jahre)

Von den 42 Mitgliedern, die seit 25 Jahren dem DRK-Ortsverein angehören, waren folgende sieben Mitglieder anwesend: Ursula und Wolfgang Piskorek, Waltraut Zosel, Randolf Meyer, Winfried Mündel, Janette Spaniel und Daniela Stark.

Zu Beginn seines Jahresberichtes gab es von Klaus Philipp eine wichtige Information

Der DRK Kreisverband ist seit dem Herbst vergangenen Jahres insolvent. Diese außerordentliche Situation betrifft jedoch nicht den DRK Ortsverein Vienenburg, denn Vienenburg ist ein eigenständiger eingetragener Verein und finanziell unabhängig vom Kreisverband.

„Corona hat uns auch im ersten Quartal 2022 stark belastet und behindert, wir haben aber trotzdem unter erschwerten Bedingungen die uns gestellten Aufgaben und Einsätze bewältigen können“, so Klaus Philipp.

Die größte Herausforderung war die Einrichtung der Teststation im Kaisersaal. Hier wurden an über 75 Tagen in vielen ehrenamtlichen Stunden 2700 Tests bis Ende März durchgeführt. Hierfür gilt ein besonderer Dank an das gesamte Team der Teststation vom DRK Ortsverein. Die Gruppenaufgaben wie Sanitätsdienst, Rettungseinsätze, Schulungen, Dienstabende, Sozialarbeit, Blutspende und Jugendausbildung sowie Weiterbildung liefen wieder annähernd normal.

Die Altkleidersammlung wurde durchgeführt, jedoch sind die erzielten Ergebnisse geringer geworden, somit auch der Gewinn. Eine Neuanschaffung gab es mit einem ATV-Fahrzeug, dies ist ein geländegängiges Rettungsfahrzeug für den Winter und Sommereinsatz. Weiterhin wurde ein alter Krankentransportwagen aufpoliert und im November der Bereitschaft/Bergwacht übergeben. Beides waren erhebliche finanzielle Belastungen, aber durch geplante Haushaltsführung, Spenden, finanzielle Unterstützung und Eigenleistung wurde alles geschafft.

Ein großes Problem ist der Mitgliederbestand, im Jahr 2005 waren es noch 572 Mitglieder, jetzt sind es nur noch 339 Mitglieder. Es muss vermehrt um neue passive und aktive Mitglieder geworben werden. Aber es ist sehr schwierig, Interessierte für ein Ehrenamt zu gewinnen.

Den Jahresbericht 2022 der Bereitschaft Vienenburger Land gab Sascha Sommer

Viel gab es zu tun, es wurden sechs Krankentransporte, ein First-Responder und neun Sanitätseinsätze durchgeführt. Das Seefest, das Hoffest und der Adventsmarkt in Wöltingerode wurden begleitet. Verschiedene Einsätze gab es bei Wohnungsbränden, Verkehrsunfällen, Gefahrstoffunfällen, Brandeinsätzen und einem Zugunfall.

Das Testzentrum im Kaisersaal wurde 23-mal unterstützt, außerdem gab es zwei Impf-Aktionen. Dies ergab für das Jahr 2022 mehr als 1800 Einsatzstunden. Die Bergwacht war im Jahr 2021 wieder mit über 1000 Stunden sehr stark gefordert, was sich in der Vielzahl der Einsätze widerspiegelt. So 60 Alarmierungen Geländerettung, 35 Bergungen, 14x Einsatzabbruch auf Anfahrt und fünf Suchaktionen.

Das Vienenburger Jugendrotkreuz besteht zurzeit aus zwei Altersstufen (13-27 Jahre), so der Leiter Sascha Sommer. Die Mitgliederzahl des gesamten JRK beträgt 9 Kinder und Jugendliche. Leider ist hier in allen Altersstufen weiterhin ein Rückgang der Mitglieder zu verzeichnen. Hinzu kommt als Sondergruppe der Schulsanitätsdienst (SSD) der Vicco-von-Bülow Oberschule Vienenburg mit derzeit acht Jugendlichen.

In den Gruppenstunden wurde wie gewohnt die Erste Hilfe geübt, die Geschichte und Aufgaben des Roten Kreuzes erläutert. Der übliche Spiel- und Spaß-Faktor ist dabei natürlich nicht zu kurz gekommen.

Ilsabe Fließbach gab den Bericht über die Sozialarbeit

Sechs Helferinnen treffen sich zu regelmäßigen Diensten in der Altenbegegnungsstätte, um den Besuchsdienst vorzubereiten. Zur Montagsgymnastik kommen durchschnittlich 12 Teilnehmerinnen. Sechs Damen kommen immer regelmäßig zur Handarbeit am Mittwoch. Jeden Freitag treffen sich 30 Personen zum Kaffee und Kuchen sowie zum Spielenachmittag.

Am 3. Oktober wurde zum Frühstück eingeladen, als Ersatz für „Vienenburg frühstückt“. Im Herbst wurde das traditionelle Hubertusfest in abgespeckter Form durchgeführt. Insgesamt 222 Senioren wurden mit Glückwünschen zum Geburtstag bedacht. Etwa 900 Stunden wurden für die ehrenamtliche Tätigkeit benötigt. Aber Blutspendeleiterin Ilse Fuchs hatte fünf junge Damen für diese Arbeit gewinnen können, die diese Aufgabe übernommen haben und hervorragend durchführten. Nun wird der Dienst gemeinsam absolviert.

Insgesamt gab es bei den sechs Blutspenden 595 Spender, davon 14 Erstspender, die 69 Helferinnen kamen auf 486 Stunden.