Othfresener Artenschutzturm

v. li.: Alexander Barke (Bauamtsleiter der Gemeinde Liebenburg), Nicole Schwarzenberger (uNB des Landkreises Goslar) und Christoph Fricke (Geschäftsführer der Erschließungsgesellschaft Othfresen) am neugeschaffenen Artenschutzturm in Othfresen; Fotoquelle: Landkreis Goslar


Othfresener Artenschutzturm bietet Rückzugs- und Brutraum für höhlenbewohnende Arten

Aufmerksamen Beobachterinnen und Beobachtern wird der Artenschutzturm, der bereits Anfang Februar im Othfresener Neubaugebiet im Bereich des dort gelegenen Regenrückhaltebeckens aufgestellt wurde, aufgefallen sein.

Der Turm, der rund sieben Meter misst und in seiner Dachkonstruktion verschiedene Nistkästen und Höhlenquartiere beherbergt, soll fortan Brutvögeln wie Mehlschwalben, Meisen, Staren, Sperlingen oder Fledermäusen als neue Heimstätte dienen.

Die Idee für den Bau des Turms stammt von Marco Rehberg, der für Bündnis 90 / Die Grünen im Othfresener Ortsrat sitzt. Rehberg hatte im Bereich des Neubaugebietes in den Sommermonaten zahlreiche Mehlschwalben gesichtet, die offenbar auf der Suche nach geeigneten Brutplätzen waren.

Mit seiner Idee wurde Rehberg bei der unteren Naturschutzbehörde (uNB) des Landkreises vorstellig, die diese aufgriff und gemeinsam mit der Erschließungsgesellschaft Othfresen und der Gemeinde Liebenburg in die Planung für den Turmbau einstieg. In der Planungsphase kam der Wunsch auf, neben Nistplätzen für Mehlschwalben auch Platz für andere Arten zu schaffen. Aus dem anfänglich angedachten Schwalbenturm entwickelte sich daher schließlich ein Artenschutzturm, der Brut- und Rückzugsraum für verschiedene höhlenbewohnende Arten bietet.

Die Kosten für den Turm, der von einer hessischen Firma gebaut wurde, trägt die uNB des Landkreises.

Ideengeber Marco Rehberg freut sich, dass er mit seinem Vorschlag auf Landkreis- und Gemeindeebene auf offene Ohren gestoßen ist: „Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt, nun bleibt nur zu hoffen, dass der Turm auch bei der „Zielgruppe“ auf Akzeptanz stößt.“

Und Nicole Schwarzenberger von der unteren Naturschutzbehörde, die das Projekt federführend betreut hat, ergänzt: „Mehlschwalben tun sich oft schwer mit der Nutzung von Kunstnestern. Es kann unter Umständen ein paar Jahre dauern, bis sie die Kästen annehmen. Und mit etwas Glück werden aber auch Fledermäuse den neuen Turm für sich entdecken.“

Text und Foto: Landkreis Goslar