Sponsorentreffen Hallo Baby – Willkommen in Goslar, Langelsheim und Bad Harzburg

Sponsorentreffen Hallo Baby

Zum  6. Sponsorentreffen Hallo Baby – Willkommen in Goslar, Langelsheim und Bad Harzburg, begrüßte Beate Thermann, Leiterin der Kreisstelle Goslar der Diakonie im Braunschweiger Land, die Sponsoren sowie Vertreter der beteiligten Städte und des Landkreises Goslar im Kreishaus

Mit Hallo Baby – Willkommen in Goslar wurde im Dezember  2010 gestartet, ein Jahr später folgte Hallo Baby- Willkommen in Langelsheim und im Juni 2018 fanden die ersten Besuche von Hallo Baby – Willkommen in Bad Harzburg statt. Bis Anfang 2018 war die Anzahl erfolgreicher Besuche verglichen mit anderen Willkommens – Projekten überdurchschnittlich hoch. Sie lag für Goslar im Jahr 2017 bei 72% und für Langelsheim bei 81% erfolgreichen Besuchen.

Im Jahr 2018 wäre man auf die Prozentzahlen von 2017 gekommen, wenn nicht im Mai der Einschnitt durch die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gekommen wäre. Durch die DSGVO musste das bisherige System der Kontaktaufnahme zu den Eltern grundlegend verändert werden. War es bis zu diesem Zeitpunkt so, dass Eltern sich melden mussten, wenn sie keinen Besuch wollten, müssen sie seitdem melden, wenn sie einen Besuch durch die Ehrenamtlichen des Projektes bekommen wollen. Diese Veränderung war ein Paradigmenwechsel.
Seitdem haben sich die erfolgreichen Besuche in 2019 trotz vieler Maßnahmen mehr als halbiert.

Die Zahlen aus 2019:
Goslar: 61/325 Familien besucht, 18 %.
Langelsheim: 23/89 Familien besucht, 26 %.
Bad Harzburg:  45/124 Familien besucht, 36%.

Die Zahlen aus 2020 (Stand 25. Mai 2020)
Goslar: 19/78, 24 %
Langelsheim: 6/20, 30%
Bad Harzburg: 10/37,  27%

Für die Hausbesuche stehen 22 ehrenamtliche Mitarbeiter zur Verfügung.

Drei Krisen musste die „Hallo Baby“ Aktion bisher bewältigen: die erste im Mai 2018 durch die DSGVO, am Ende des vergangenen Jahres die zweite, diesmal in finanzieller Art. Der Landkreis setzte eine Verordnung des Landesrechnungshofes um, nachdem die nicht in Anspruch genommenen Mittel in einem 2. Antrag nur bei einer Projekterweiterung beantragt werden können. Bis dahin konnte die Diakonie die zu hoch angesetzten Eigenmittel des Erstantrages aufgrund der zusätzlichen Mittel reduzieren. Für die Diakonie hätte das einen Anstieg der Eigenmittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, nur bezogen auf die Hallo Baby Projekte, um 7.000 Euro bedeutet. Für den aktuellen Maßnahmezeitraum hatte der Kreistag dankenswerter Weise eine außerordentliche Zuwendung aus Mitteln des Landkreises zugestimmt. Im ersten Quartal 2020 erhöhten sich die Besuchszahlen sehr zur Freude und Erleichterung der Mitarbeiter. Dann kam Corona und damit die dritte und vorerst letzte Krise. Mit Beginn des Lockdowns im März wurden die Besuche eingestellt. Die Eltern erhalten keine Besuche mehr. Sie bekommen stattdessen auf dem Postwege eine reduzierte Mappe mit Informationen.

Aktuell hat die Diakonie ein Hygienekonzept für den Neustart erstellt, das gerade den arbeitsmedizinischen Dienst zur Prüfung vorgelegt worden ist.

Die Projektkoordinatorin Levke Ermert stellte den neuen Hygienekoffer der Diakonie vor. Darin sind Handschuhe, Hygienespray und Masken für die Besuche. Gleichzeitig befindet sich die Diakonie in Überlegungen, das Projekt noch einmal anders zu gewichten und es wird an einem Schulungskonzept für Eltern gearbeitet.

Die Sponsoren zu Hallo Baby sind die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, die Braunschweigische Sparkassen Stiftung, die Bürgerstiftung für Goslar und Umgebung, die Hildegard Reisdorff-Stiftung, die Kroschke Kinderstiftung, die Goslarsche Zeitung mit der Glücksschweinchenaktion, der Landkreis Goslar und das Land Niedersachsen.

Die Öffentlichkeitsarbeit wurde verstärkt, u.a. bei Ärzten, Hebammen, Kindergärten, Tagesmüttern, Kirchengemeinden, Apotheken und anderen Einrichtungen und Institutionen mit familiärem Hintergrund wie Babykleidungsgeschäfte.

Der Flyer wurde in 2019 mehrmals überarbeitetet. Es sollte hervorgehoben werden, dass es sich bei dem Besuch von „Hallo Baby“ nicht um eine Kontrolle handelt und auch kein Verkaufs- oder Werbezweck-Hintergrund des Projektes ist. Damit wurde auf einige Vorurteile reagiert, von dem das Projekt von einigen Eltern erfahren hatte. Nicole Mahnke, von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft des Landkreises berichtete, dass im Herbst Schulungen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter mit der Hebamme Anja Elstner-Neugebauer geplant sind.

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