Volkstrauertag in Astfeld

Ortsbürgermeisterin Barbara Eberhard und Ortsbrandmeister Heiko Klingenberg legen den Kranz nieder.


Nach einem Gottesdienst in der St. Laurentius Kirche, gehalten von Pfarrerin Kathrin Reich, setzte sich ein Schweigemarsch von der Kirche zum Ehrenmal am Friedhof in Bewegung.

Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier durch Bernhard und Steffen Lenk mit der Trompete. Zu Beginn wurde das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ gespielt. Die Ansprache zum Volkstrauertag hielt Ortsbürgermeisterin Barbara Eberhard. „Weil die Toten schweigen, beginnt immer alles wieder von vorn“, hat der französische Philosoph Gabriel Marcel geschrieben. Damit die Toten nicht schweigen, gibt es den Volkstrauertag, so die Ortsbürgermeisterin. Denn am Volkstrauertag gedenken wir aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat den Text des Totengedenkens im Bundestag verändert und gedenkt nun ausdrücklich auch der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land. Der Volkstrauertag ist auch ein Tag, der zur Versöhnung, zu Verständigung und Frieden mahnt. Wir können uns alle glücklich schätzen, seit 76 Jahren nach dem 2. Weltkrieg in Frieden leben zu können. Da kommt schon einmal die Frage auf: Ist der Volkstrauertag noch zeitgemäß?“ Diese Frage ist mit einem „Ja“ zu beantworten, denn die Mahnung an Versöhnung, Verständigung und Frieden wird an vielen Orten der Welt nicht vernommen. Im vergangenen Jahr gab es noch 25 Kriege und vier bewaffnete Konflikte auf der Welt. Kriege, die auch heute noch Leid, Tod und Trauer verursachen. Die ungezählten Toten dieser Kriege sowie die mehr als 65 Millionen beider Weltkriege mahnen zum Frieden. In 46 Staaten pflegt und unterhält der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 832 Kriegsgräberstätten. Orte zum Trauern, aber auch Begegnungsstätten für junge Menschen, die sich hier mit der Geschichte auseinandersetzten und aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: „Nie wieder Krieg! “.

Zusammen mit Ortsbrandmeister Heiko Klingenberg legte Ortsbürgermeisterin Barbara Eberhard einen Kranz am Ehrenmal nieder, unter Begleitung des Liedes „Ich hat einen Kameraden“. Die Mahnwachen hielten je zwei Vertreter von der Feuerwehr, DRK-Bereitschaft und vom Schützenverein. Nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne wurde die Gedenkfeier beendet. #

Die Ortsbürgermeisterin bedankte sich bei der Pfarrerin, den Vereinen und Organisationen sowie der Bevölkerung für den zahlreichen Besuch und die Teilnahme.

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