Goslar – Collagen und Unschärfen


Hans-Jürgen Rappmann stellte im Hof-Café auf den Goslarschen Höfen in der Okerstraße 32 über 20 Fotos zum Thema „Goslar – Collagen und Unschärfen“ aus.

Die Laudatio zur Eröffnung hielt die Rektorin der Schule am Harly in Vienenburg, Miriam Albers.
Der Hobby-Fotograf ist in Hildesheim geboren und verbrachte sein Leben hauptsächlich in Goslar. Nach einem Studium des Lehramtes zum Volksschullehrer mit den Fächern Mathematik und Sport und einer kurzen Zeit als Anwärter an der Hauptschule Harlingerode wechselte er an die Pestalozzischule Goslar. Von dort aus bewarb er sich an der Grundschule Oker auf die Stelle des Rektors. Als Schulleiter war er dort von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2017 höchst aktiv. Mittlerweile gilt seine Leidenschaft dem ehrenamtlichen Engagement als Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung und natürlich der Fotografie. Der schönen Kaiserstadt Goslar blieb er immer verbunden, obwohl er sehr gerne mit seiner Frau verreist.

Als Logik-begeisterter Mathematiker konnte er erste künstlerische Erfahrungen mit dem Fotoapparat sammeln, den ihm seine Ehefrau Christine zum 1. Staatsexamen geschenkt hatte. Seine ersten eher dokumentarischen Fotoversuche waren natürlich seiner Familie, besonders den Kindern, gewidmet. Fototechnisches Knowhow mit Experimentellem zu verknüpfen, prägte das künstlerische Schaffen von Hans-Jürgen Rappmanns.

Der Gestaltungsprozess verläuft für jedes Bild individuell und mitunter sukzessive verändernd: Eine neue künstlerische Ästhetik entsteht durch Verfremden, in diesen Fotoeffekten werden Ideen zum Leben erweckt. Ein Foto wird dann zur Kunst, so heißt es, wenn es nicht nur Abbild der Realität ist, sondern wenn es dem Fotografen gelingt, durch eigene Interpretationen eine tiefere Dimension dieser Realität im Foto einzufangen. Darüber hinaus belegte Hans-Jürgen Rappmann viele Kurse bei namenhaften Fotografen und eignete sich seine eigene Formensprache an. Sein großes Vorbild in der Malerei ist William Turner, der Romantiker, der dem Impressionismus wesentliche Impulse gab.

Gerne sammelt Hans-Jürgen Rappmann auch „Hintergründe“.

Strukturen hinter oder über Fotomotive zu legen, ist ein wesentliches Gestaltungselement seiner Arbeiten. Seine Zuneigung zur Stadt Goslar und insbesondere zu den Welterbestätten Kaiserpfalz und Rammelsberg, wird in diesen Bildern der Ausstellung deutlich. Es gibt ein recht realitätsnahes Triptychon der Kaiserpfalz zu bewundern, wie eine Serie derselben oder aber einen völlig verfremdeten Momenteindruck aus der Fußgängerzone und der Marktkirche.

Auch aus Fotos aus Frankreich, aus Oderbrück, eine Rinde mit Borkenkäfer und Bilder vom Hotel Kaiserworth sind zu sehen. „Es muss mir gefallen und wenn ich meine Idee einer guten Fotokunst mit anderen teilen kann, so ist es noch schöner.“, dieses ist die Leitidee von Hans-Jürgen Rappmann. Alle Bilder sollen möglichst verkauft werden, der Reinerlös ist für die Bürgerstiftung und Goslarschen Höfen bestimmt. Bis zum 25. Oktober ist die Ausstellung in der Zeit von Montag bis Freitag, von 9 bis 18 Uhr und Samstag, von 9 bis 14 Uhr zu sehen.

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