JHV des Heimatmuseumsverein Abbenrode

Heimatmuseumsverein Abbenrode

Zahlreiche Mitglieder wurden für 30- und 25-jährige Mitgliedschaft geehrt


 Nach zwei Jahren Pause hielt der Heimatmuseumsverein Abbenrode wieder eine Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) ab

Diese sollte zugleich auch einen Neustart für den Verein darstellen. Zu Beginn der Versammlung wurde an Wolfgang Wehr gedacht, der stellvertretende Vorsitzende war am 14. März 2021 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Auch der anderen in den letzten 2 Jahren verstorbenen Mitglieder wurde gedacht. Die Nachricht vom Ableben von Wolfgang Wehr schockierte damals den gesamten Heimatmuseumsverein, alle sahen nun deutlich, was für eine Lücke der Tod von Wolfgang in der Arbeit mit über 20-jährige Vorstandsarbeit im Heimatvereins hinterlassen hatte.
Leider konnte er den erfolgreichen Abschluss der letzten Baumaßnahme und was daraus geworden ist, nicht mehr erleben, das schmerzt sehr.

Haupttagesordnungspunkt war die Neuwahl des Vorstandes für die kommenden drei Jahre.
Einstimmig wurden in den Vorstand gewählt:
Andreas Weihe (1. Vorsitzender)
Carsten Brauer Siebrecht (stellvertretender Vorsitzender)
Andreas Wirz (Kassenwart)
Arno Lemke (Schriftführer)
Bernd Grube (Führungen in der Mühle)
Benjamin Weihe (stellvertretender Schriftführer)
Ronny Zimmermann (verantwortlich für die Handwerksausstellungen)

Andreas Weihe gab zuvor einen Rückblick über die Vereinsjahre 2020 und 2021

Die Jahre waren für den Heimatverein Abbenrode nicht einfach und von Ungewissheit und Zukunftsängsten erfüllt waren. Das betraf insbesondere die finanzielle Situation des Heimatvereins und dem Erhalt des Heimatmuseums. Dazu kam, dass der Verein damals eine umfassende Sanierung des Versammlungsraums, des Westgiebel und der Außentüren plante und ein Archiv aufzubauen. Eine Kostenschätzung ergab damals etwa 60.000 Euro. Wieder eine Menge Geld, die der Verein investieren wollte. Trotzdem konnte der Verein dank tatkräftiger unter Stützung von Spendern und Förderern finanziell gestärkt das Jahr 2020 beginnen und einen weiteren Antrag über Laeder für das neue Vorhaben stellen.
Der totale Lockdown ab März 2020 bis zum Sommer führte zur Absage der geplanten Heimatnachmittage im März und April und des Mühlenfestes. Mit dem Zugang eines positiven Bescheides der beantragten EU-Förderung Laeder zum Jahresende 2020 war der Verein optimistisch gestimmt, nun doch das neue Sanierungsprojekt 2021 im Heimatmuseum und neue Vereinsjahr anzugehen.

Das große Problem war, dass sich alle noch in einer kulturellen und gesellschaftlichen Starre befanden und an Veranstaltungen planen nicht zu denken war. Somit musste der Heimatverein sich entscheiden, entweder abzuwarten was auf den Verein zukommt oder volles Risiko einzugehen und die Schließung des Museums für die Sanierung zu nutzen. Ganz wohl war dem Verein dabei nicht, aber „wer nicht wagt der nicht gewinnt“, wie man so schön sagt.

Die Umbauarbeiten wurden dann noch einmal 10.000 Euro teurer

Langjährige gute Freunde und Förderer des Vereins gaben aber Mut und finanzielle Unterstützung, wie Spenden vom Lions Club Goslar-Kaiserpfalz, HarzEnergie, Vereinszuwendung der Gemeinde, Harzer Volksbank, Landkreis Harz und Land Sachsen-Anhalt sowie Privatspender. So war es nur folgerichtig Anfang 2021 das Projekt doch umzusetzen. Eine Verschiebung ins Jahr 2022 hätte eine Verteuerung der Baumaßnahme von etwa 30% nach sich gezogen.

Unter Aufbietung sämtlicher finanzieller Reserven musste aber nun noch die wiederholte Absage des Mühlentages und Mühlenweihnacht 2021 kompensiert werden. Bisher gab es für Firmen, Gastronomie oder Mitglieder in Sportverbänden die Möglichkeit für Anträge auf Corona Hilfe. Für Kulturvereine mit Eigentum gab es diese nicht.
Mit Hilfe des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt konnte über die Staatskanzlei der Landesregierung ein Hilfsprogramm initiiert werden.
Nach dem öffentlichen Aufruf zur Teilnahme konnten der Verein mit einem Antrag eine erweitere Liquiditätshilfe erfolgreich beantragen.

Der Eingang einer finanziellen Hilfe Anfang 2022 führten nun dazu, dass der Heimatverein, nach der finanziell bewegten und anstrengenden Corona Phase, nun schuldenfrei ist und alle Verbindlichkeiten seit Übernahme der Gaststätte „Zur Linde“ im Jahre 2006 getilgt werden konnten.
Warum schilderte Weihe so detailliert die letzten zwei Vereinsjahre? Es zeigt, wenn man sich den Problemen stellt, positiv in die Zukunft schaut und nicht in Selbstmitleid verfällt, gibt es immer eine Lösung. Zum zweiten schätzte der neue und alte Vorsitzende das Erscheinungsbild des Vereins in der Öffentlichkeit als sehr positiv ein. Das zeigen zahlreiche Anfragen zu Familiengeschichten, gewünschten Führungen und Buchungen für Familienfeiern. Auch die Anfragen zu gewünschten Übernachtungen im Museum tragen zum positiven Trend bei. Eine fruchtbringende Zusammenarbeit besteht nun schon seit Jahren zwischen den Grenzerkreis und Heimatmuseumsverein Abbenrode, was sich auch am weiteren Ausbau des Nordharzer Grenzweges und Grünen Band zwischen Eckertal und Fallstein zeigt. Nun hofft der Heimatverein positiv in die Zukunft blicken zu können.

Die Vorbereitungen für den Mühlentag 2022 sind im vollen Gange

Zusagen zur Teilnahme für Stände und musikalische Umrahmung liegen bereits vor und Verträge sind gemacht.
Grußworte überbrachte Ortsbürgermeister Wolfgang Mertins vom Ortsrat und andere befreundete Vereine und Gäste.
Andreas Weihe konnte Magarita Heyer nach langjähriger Vorstandsarbeit mit einem Blumenstrauß und Dankesworte verabschieden.

Lang war die Liste der zu Ehrenden

30 Jahre Mitgliedschaft wurde das aktive Gründungsmitglied Günter Mittrach geehrt.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Carsten Brauer Siebrecht, Regina Weihe, Benjamin Weihe, Christoph Weihe, Wolfgang Mertins und Jürgen Friehe.
Nicht anwesend waren die Jubilare zur Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft: Fred Zimmermann, Fritz-Jürgen Henne, Gisela Hahn, Gudrun Wellge, Ilse Albrecht, Ilse Engel, Jens-Erik Maneke, Wilhelm Fulst, Manfred Köhler, Margot und Ullrich Pfannenschmidt sowie Regina Brauer Siebrecht.

Dem Heimatmuseumsverein gehören 209 Mitglieder an, davon viele aus dem Nordharz. Das Heimatmuseum ist immer jeden 1. Sonnabend im Monat (außer im Januar) von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet sowie von Mai bis Oktober jeden Mittwoch von 14:00 bis 16:00 Uhr.

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