Landwirte, Jäger und Jagdhelfer pflegen die Kopfweiden

Kopfweiden

25 der Anfang der 1980er Jahre entlang des Mühlgrabens gepflanzten Kopfweiden brauchten wieder einen pflegenden Schnitt.

Bei angenehmen Temperaturen trafen sich 11 Teilnehmer bestehend aus Landwirten, Jägern und Jagdhelfern in der Gemarkung Wiedelah zum Pflegeeinsatz. Mit Man-Power, Motorsägen, Wathosen und Traktoren mit Anhänger wurden in einem ca. 4 Stunden dauernden Einsatz die Pflegemaßnahmen durchgeführt.
Traditionsgemäß wurden Kopfweiden entlang von Bächen und in Nasswiesen gepflanzt und in regelmäßigen Abständen geschnitten, wodurch mit der Zeit der typische Kopfbaum entstand. Früher dienten die abgeschnittenen Äste als Material zum Korbflechten, zum Ausfachen von Fachwerkhäusern oder als Brennmaterial. Die Nutzung als Material hat zwar an Bedeutung verloren, aber das Schneiden der Kopfweiden ist eine wichtige Landschaftspflegemaßnahme. Ungepflegte Kopfweiden wüden unter der Last ihrer Äste auseinanderbrechen und absterben.
Wirtschaftlich haben die Kopfweiden zwar an Bedeutung eingebüßt, aber ökologisch haben sie einen hohen Stellenwert.
Für zahlreiche Insekten, Larven, Käfer und auch für unsere heimische Vogelwelt wie z.B. dem Streinkauz, dem Gartenrotschwanz und auch Fledermäusen dienen sie als Brut-, Fraß- oder Wohnstätte.
Das abgeschnittene Astmaterial wurde auf Haufen zusammengeschichtet und soll in Form einer Benjeshecke für Unterschlupf und Versteckmöglichkeiten für Niederwild und Kleintiere sorgen. Wichtig dabei ist, dass das Schnittgut nicht vom Winde auseinandergetrieben wird und vor Verrollen gesichert ist.

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