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Walter Heine – 75 Jahre in der Feuerwehr Jerstedt

Walter Heine 75 Jahre in der Feuerwehr Jerstedt

(Foto vl:) Christian Hellmeier, Dr. Oliver Junk, Helge Schulze, Walter Heine, Christian Rehse sen. und Stefan Schütze.


Eine außergewöhnliche Ehrung 75 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Jerstedt wurde im Wohnhaus von Walter Heine in der Langelsheimer Straße vorgenommen

Am 6. Juni 1945 kam Walter Heine aus der Kriegsgefangenschaft zurück, am gleichen Tag hatte ihn ein Bekannter überredet, in die Feuerwehr einzutreten. Obwohl es an diesem Tag andere Probleme gab, ging er am Abend zum Feuerwehrdienst und trat in den aktiven Dienst ein, denn es herrschte große Personalnot. Im August 1948 wurde er zum Feuerwehrmann ernannt.

Es folgte 1953 die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann und 1960 zum Hauptfeuerwehrmann. In der Jahreshauptversammlung 1990 wurde er in die Seniorenabteilung überstellt. Nur acht Gemeinde- und ab 1972 Ortsbrandmeister war Walter Heine unterstellt: Albert Schäfer (bis 1948), Ernst Gaus (3 Monate), Wilhelm Stecher (bis 1966), Otto Lohse (bis 1978), Helmut Paul (bis 1990), Christian Rehse (bis 2002), Reiner Paul (bis 2014) und seit sechs Jahren Stefan Schütze.

Stadtbrandmeister Christian Hellmeier und Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk zeichneten Walter Heine mit dem Niedersächsischen Feuerwehrehrenzeichen für 75-jährige Dienstzeit aus. Der Oberbürgermeister fand es großartig, dass man es in Corona Zeiten möglich gemacht hat, am Samstag Vormittag diese Ehrung im kleinen Kreis vorzunehmen und nicht alles per Post zuzusenden. Er dankte der tollen Kameradschaft in der Ortswehr Jerstedt. Sie hatte zusammen mit der Seniorenabteilung für das leibliche Wohl gesorgt.
Ortsbrandmeister Stefan Schütze hatte das alte Mitgliederbuch mitgebracht, das seit 1950 geführt wird. Dort steht Walter Heine auf Nummer 15 des mit 220 Namen aktiver Kameraden gefüllten Buches. Die Ortswehr hätte gern die Ehrung mit der Abholung von Zuhause und anschließendem Essen (Schwein am Spieß) in der Feuerwache gefeiert.
Der Leiter der Seniorenabteilung, Christian Rehse sen., erinnerte daran, dass einen Monat vor Kriegsende hier in Jerstedt noch die Amerikaner durchgezogen und einige Soldaten gefallen waren. Nach dem Krieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl von Jerstedt von 800 auf 1600. Die Häuser und Wohnungen waren von Flüchtlingen aus Ostpreußen und Schlesien besetzt – die hatten hier eine Unterkunft gefunden.

Walter Heine hat 1952 den Bäckerbetrieb in dritter Generation übernommen. Zusammen mit seiner Ehefrau hat er den Betrieb aufgebaut und immer weiter erneuert und umgebaut. Christian Rehse sen. dankte Walter Heine, dass er immer bei hoher Dienstbeteiligung bei der Feuerwehr dabei war und ein guter Kamerad ist. „Gerne hätte ich in den 75 Jahren mehr für die Feuerwehr getan, aber zeitlich war es leider nicht möglich,” sagte der 92-jährige Walter Heine. Er selbst hat immer die Kameraden mit Brot, Brötchen und Kuchen versorgt.
Walter Heine war stets ein guter Sportler und vor drei Jahren wurde er bei der TSG für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. Bis vor einem Jahr hat Walter Heine noch selbst gekocht, nun lässt er sich das Essen liefern.

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