Anerkennung als LEADER-Region Nördliches Harzvorland

Bildunterschrift: Die nachfolgende Karte illustriert das LEADER-Gebiet nach beteiligten Kommunen bzw. deren Gebietsanteilen


Jetzt ist es offiziell

Die Region Nördliches Harzvorland wird LEADER-Region. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) verkündete am 21. Dezember 2022 die LEADER-Regionen in Niedersachsen. Für die Förderperiode 2023-2027 stehen der Region Nördliches Harzvorland somit Fördergelder in Höhe von 3,65 Mio. Euro für die gemeinschaftliche und bedarfsgerechte Gestaltung der Zukunft zur Verfügung.

Die Region Nördliches Harzvorland arbeitet schon seit vielen Jahren erfolgreich -bislang als ILE-Region- zusammen. „Wir freuen uns sehr über die Aufnahme ins LEADER-Programm und sind überzeugt davon, dass wir auf die gute bisherige Zusammenarbeit aufbauen können. Ein wesentlicher Unterschied zu ILE ist, dass wir als Region ein Förderbudget in Höhe von 3,65 Mio. Euro verwalten und eigenständig für gute Projekte vergeben können. So können wir vor Ort wichtige Projekte für unsere Region unterstützen und zukunftsträchtige Schwerpunkte der ländlichen Entwicklung setzen.“, so Herr Andreas Memmert als Sprecher der Region. Partner sind die Samtgemeinden Baddeckenstedt, Elm-Asse, Oderwald, die Gemeinde Schladen-Werla sowie die Städte Goslar, Salzgitter und Wolfenbüttel.

Grundlage für die Ernennung zur LEADER-Region ist das Regionale Entwicklungskonzept (REK)

Dieses wurde in einem intensiven Prozess von den regionalen Akteuren Anfang 2022 erarbeitet. Mit dem Leitbild „Landschaft mit Perspektive“ wurden übergeordneten Ziele und Handlungsfelder erarbeitet, die die inhaltlichen Leitlinien der neuen Förderperiode darstellen. Projekte und Vorhaben, die anhand von LEADER-Mitteln gefördert werden können, müssen diesen Handlungsfeldern und -zielen dienen. Inhaltlich geht es um Themen wie das miteinander Leben und Arbeiten in der Region, um generationengerechte und klimafreundliche Ortsentwicklung, um regionale Wertschöpfung und Ressourcenschutz, um die Weiterentwicklung von Tourismus und Kulturerbe und um Vernetzungen mit den umliegenden Regionen und Städten. Das REK steht in einer Kurzfassung allen Interessierten auf der Homepage der Region unter zum Download zur Verfügung.

Bei LEADER-Regionen wird eine lokale Aktionsgruppe (LAG) gebildet, die zu mindestens 50% aus Wirtschafts- und Sozialpartner*innen besteht. Anhand der eigenen Vorgaben entscheidet nun die LAG zukünftig gemeinsam über die Förderung aller eingereichten LEADER-Projekte. Das Amt für regionale Landesentwicklung ist nicht nur Bewilligungsstelle der LEADER-Fördermittel, sondern auch als beratendes Mitglied Teil der LAG.
Der LEADER-Prozess wird über ein Regionalmanagement begleitet, welches koordinierend und beratend den Kommunen, WiSo-Partner*innen sowie Projektträger*innen bei Seite steht. Bis ein neues LEADER-Regionalmanagement etabliert ist, übernimmt die Sweco GmbH aus Hannover diese Aufgabe. Bei Fragen stehen gern Herr Michael Brinschwitz (michael.brinschwitz@sweco-gmbh.de) und Frau Elena Rautland (elena.rautland@sweco-gmbh.de) als Ansprechpartner*innen zur Verfügung.

Hintergrund LEADER

LEADER ist ein EU-Förderprogramm zur Stärkung der ländlichen Räume. Die aus dem französischen kommende Abkürzung LEADER bedeutet übersetzt so viel wie „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Ziel ist es den Menschen in ländlichen Räumen zu ermöglichen, ihre Region gemeinsam weiterzuentwickeln. Dafür verbindet LEADER Akteure und Projekte und stärkt Kooperationen vor Ort. Die Ideen und Impulse sollen von lokalen Akteur*innen und Bewohner*innen der Region entwickelt werden.
Dieser Ansatz wird in den EU-Mitgliedstaaten seit 30 Jahren angewendet. Finanziert wird LEADER durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), ergänzt durch Mittel von Bund, Ländern und Kommunen.

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