Asklepios Goslar Drehort für Imagefilm

Eine der Szenen aus dem Film des Krankenhausapotheker-Verbandes, die in der Asklepios Harzklinik Goslar gedreht wurden - neben der Hamburger Uni-Klinik UKE ist sie die einzige Klinik, die als Drehort ausgewählt wurde. (Foto: Asklepios)


Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker wählt Klinik in Goslar als Drehort für Imagefilm aus

Große Ehre für die Asklepios Harzkliniken: Der Standort der Asklepios Klinik in Goslar wurde jetzt für einen Imagefilm ausgewählt, den der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) drehte. Die Goslarer Asklepios Klinik ist außer dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg das einzige Krankenhaus in Deutschland, das als Drehort für diesen Film ausgesucht wurde. Die Wahl fiel unter anderem auch deswegen auf die Asklepios Harzkliniken, weil dort das System „Closed Loop Medication Management“ (CLMM) besonders ausgeprägt ist. Es umfasst Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen und hat das Ziel, die Versorgung der Patient:innen mit Medikamenten zu optimieren, und dadurch die Patientensicherheit weiter zu erhöhen. Im Mittelpunkt steht dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Apotheker:innen, die – unterstützend wie „Co-Piloten“ – Ärzt:innen auf den Stationen der Klinik beratend zur Seite stehen. Zu CLMM gehören aber auch digitalisierte und automatisierte Prozesse, die zusammen mit den Mitarbeiter:innen die optimale Verabreichung der Medikamente gewährleisten sollen. Der Film wurde inzwischen veröffentlicht.

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Das vollautomatische computergestützte Verpackungssystem „Unit Dose“, das in Asklepios Kliniken in der Region Harz im Einsatz ist, ist dabei eine wichtige Komponente. Es ist ein im Landkreis Goslar und in weiten Teilen Niedersachsens in dieser Form einzigartiges hochmodernes System, mit dem die Medikamente an die Patient:innen verteilt werden.

Einen halben Tag dauerten die Filmarbeiten in der Asklepios Harzklinik Goslar, gedreht wurde in den Herstellungs- und Fachräumen der Apotheke sowie in separaten, patientenfernen Teilen der Klinik, natürlich unter höchsten Hygieneschutzmaßnahmen. Das zweiköpfige Kamerateam und mitwirkende Mitarbeiter:innen wurden zuvor im Schnelltest auf Corona getestet. „Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Film mit dazu beitragen können, die Arbeit der Apotheke einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen“, sagt Apothekenleitung Mechthild Wenke, zugleich Fachapothekerin für klinische Pharmazie und Antibiotic stewardship Expertin (DGI). Sie hatte den Kontakt zu dem ADKA-Verbands-Präsidenten, Dr. rer. nat. Thomas Vorwerk, M.A., der einst mit einer Abordnung von Fachleuten die Apotheke in der Asklepios Harzklinik Goslar besichtigte. Danach entschied sich der Verband, einen Teil des Films dort zu drehen. „Wir freuen uns, dass das System Closed Loop Medication Management nicht nur in großen Universitätskliniken praktiziert wird, sondern beispielsweise auch in den Asklepios Harzkliniken, dies zeigt das hohe Qualitätsniveau auch beim Thema Patientensicherheit“, sagt Dr. Vorwerk.

Insgesamt 42 Mitarbeiter:innen in der Apotheke der Asklepios Harzkliniken gewährleisten unter Einsatz mordernster Technik die Versorgung von bis zu 3.000 Patient:innen täglich mit den für sie notwendigen Arzneimitteln. Mit 389 Planbetten, 14 Fachabteilungen und drei Standorten sind die Asklepios Harzkliniken zusammen mit der Asklepios Klinik Schildautal Seesen der zentrale Gesundheitsversorger der Harzregion, rund um die Uhr. Die Harzkliniken lagern rund 2600 unterschiedliche Arzneimittel und Medikamente. Außer die hauseigenen Stationen beliefern sie weitere Krankenhäuser in Niedersachsen, ausgerichtet auf eine Patientenversorgung von 3000 Betten, insgesamt an 14 Standorten ¬ – die Asklepios Kliniken in der Harz-Region, aber auch die Asklepios Fachkliniken Tiefenbrunn und Göttingen, sowie weitere Institutionen und Kliniken in Niedersachsen. Die Krankenhausapotheke Goslar stellt nicht nur für Patient:innen individuelle Medikamente her (etwa Salben, Kapseln), sondern auch beispielsweise hochwertige Zytostatika, diese werden im Rahmen der Chemotherapie von Krebserkrankungen eingesetzt. Seit 2018 gibt es auch in den Harzkliniken das Medikamentenverpackungssystem Unit Dose.
Der Automat Unit Dose zur Verpackung von Medikamenten besteht aus zwei Modulen, ist knapp vier Meter breit und zwei Meter hoch. Das Besondere: Er stellt vollautomatisch Arzneimittel individuell, patientenspezifisch nach der ärztlichen Verordnung zusammen. Das System ist an eine Medikations-Software angebunden, die bei der Erfassung der Verordnung durch den Arzt automatisch die neuesten Laborwerte des Patienten, Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Medikamenten und weitere Informationen aus der Apotheke einbezieht. Natürlich wird die zusammengestellte, individuelle Medikamenten-Dosis für die Patient:innen dann zusätzlich noch mehrfach kontrolliert, auch von Apotheker:innen selbst.

Unit Dose ist nur einer von mehreren „Bausteinen“, die in den Harzkliniken etabliert wurden, um das Risiko von Medikationsfehlern weiter zu verringern, denn Patientensicherheit genießt höchste Priorität. Auch sogenannte „Stationsapotheker“ sorgen längst für mehr Sicherheit: Bei dem System überprüfen Apotheker:innen der Kliniken die Medikation auf den Stationen mit, ob die Auswahl der Medikamente und die geplante Dosierung stimmen. Die Zusammenarbeit mit den Ärzt:innen wurde so bereits intensiviert. Dadurch konnten zweifelsfrei Medikationsfehler vermieden werden. „Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit erbracht“, resümiert Apothekenleitung Mechthild Wenke. Mit den „Stationsapothekern“ wurde eine weitere Dimension der Zusammenarbeit zwischen Apotheker:innen und Ärzt:innen erreicht. Hier noch weitere Infos: www.adka.de/clmm

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