Gärten der biologischen Vielfalt gekürt

Die Jury und Teilnehmer „Gärten der biologischen Vielfalt“


Ende Mai hatte die Stadt Goslar den Wettbewerb „Gärten der biologischen Vielfalt“ ausgerufen. Bewerbungen kamen aus allen Ortsteilen Goslars.

In zwei Bewertungsdurchgängen und nach einigen Besichtigungen wählte die Jury jene Gärten aus, die ganz besonders beispielhaft für ökologisch wertvolle Gestaltung sind. Die Stadtverwaltung hat sie in einer kleinen Broschüre zusammengefasst. Die darin enthaltenen Beschreibungen und Fotos sowie die Bewertung der Jury sollen andere Gartenbesitzerinnen und -besitzer ermutigen, ihrerseits zur Biodiversität beizutragen.

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und die Jurymitglieder Christiane Kalbe, Gaby Dwornitzak, Claudia Peters, Dr. Friedhart Knolle, Hubert Spaniol, Christian Beranek und Gerolf Briegel haben im Beisein von 20 Gewinnerinnen und Gewinnern des Wettbewerbs im GoTEC die Broschüre vorgestellt.

Broschüre Gärten der biologischen Vielfalt

„Es sind alles Gewinner.“ 20 Teilnehmer hatte die Jury aus den etwa 40 Bewerbungen herausgesucht. Hauptaugenmerk der Jury lag darin, Gärten mit besonderer Blütenvielfalt, Nistgelegenheiten oder anderen Vorzeigemaßnahmen wie eine Nistmöglichkeit für Wildbienen im Hinterhof oder eine kleines Beet mit einer bunten Mischung an insektenfreundlichen Pflanzen vorzufinden, denn „Schottergärten möchte keiner mehr als Vorgärten sehen“, so der Oberbürgermeister.

Bei der Laudatio der Jury waren sich alle einig: Es gab tolle Beispiele, um von den Schottergärten weg zu kommen.  Alle zeigten sich erfreut, wie viel Begeisterung und Engagement in machen Familien herrscht. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder mit eingebunden werden und der Natur freier Lauf gelassen wird. Oder der englische Rasen aufgebrochen wurde, um Saatmischungen einzubringen.

Einige Teilnehmer stellten ihre Gärten vor und dankten der Stadt für den biologischen Wettbewerb

Ein durchdachtes Familienprojekt ist der 2000 qm große Garten von Familie Haumann, hier wurde 2019 mit einer Umgestaltung begonnen. Diverse Bäume, Sträucher, Kräuter und Blumen, Totholz, Komposthaufen, Futterplätze, Tränken, Nistkästen, Fledermauskasten, Insektenhotel und eine Natursteinmauer bieten viel Lebensraum für unzählige Tiere. Einige Hühner laufen frei herum, außerdem gibt es einen Bienenstock. Zu Gast sind regelmäßige Wildtiere wie Fledermäuse, Eichhörnchen, Waschbär, Hermelin, Blindschleiche, Maulwurf, Igel, Siebenschläfer, Molche, Kröten, Frösche und verschiedene Insekten.
Allein 18 verschiedene Singvogelarten zählte die Familie. Der Rasen wird nur einmal im Jahr gemäht. Neuste Errungenschaft vom 14-jährigen Maxi ist ein neuer Wachtelstall, in dem sich sieben Tiere befinden.

Garten der Familie Haumann, Hahnenklee-Bockswiese

Die 20 ausgewählten Gärten gehören:

Familie Haumann (Hahnenklee-Bockswiese)
Wolfgang Korth (Oberstadt)
Astrid Stüber (Hahnenklee-Bockswiese)
Willi Müller (Vienenburg)
Familie Keil (Rammelsberg)
Familie Eggers (Hahnenklee-Bockswiese)
Almuth Grebbin (Gewerbegebiet Gutenbergstraße)
Heide Ludwig (Siemensviertel)
Birgit Wölke (Hahndorf)
Anke Schulze (Oker)
Hans-Eberhard Saß (Jürgenohl)
Heike Röpke (Innenstadt)
Familie Cymorek (Steinberg)
Jan Stapelfeld (Innenhof)
Lars Michel (Innenhof)
Ekkehard Schulz (Immenrode)
Familie Haarnagel (Lengde)
Klaus Steiner (Weddingen)
Angela Hühne (Jürgenohl)
Andrea Krüger (Vienenburg)

Freizeit & TourismusNatur und Umwelt

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