Pflanzaktion „Jerstedt blüht auf“

Pflanzaktion

Pflanzen der Bäume.


Zur Pflanzaktion „Jerstedt blüht auf“ hatte die Stadtteilgemeinschaft, der Zusammenschluss aller Jerstedter Vereine und Verbände, eingeladen

Vor zwei Jahren wurden Krokusse in Jerstedt in die Erde gepflanzt, nun wurde die Aktion mit Obstbäumen fortgesetzt. Vor der Pflanzaktion hatte der Kommunalmanager der Harzenergie, Frank Uhlenhaut, der Stadtteilgemeinschaft 2000 Euro aus dem Ehrenamtsfond der Harzenergie überreicht. Der Treffpunkt war hinter dem Kreisel „Im Klei“ zwischen dem Gewerbegebiet „In den Pfennigstücken“ in Richtung der Biogasanlage. Es war schon gewaltig, was für eine große Schar dem Aufruf zur Pflanzaktion gefolgt sind, etwa 100 Erwachsene und zehn Kinder sowie die Jugendfeuerwehr Jerstedt, alle bewaffnet mit Spaten und Gießkanne, konnte der 1. Vorsitzende Christian Rehse begrüßen.

Klaus Weitkamp aus Bad Sachsa, selbst Betreiber einer Streuobstwiese, demonstrierte vorab allen Teilnehmern, wie ein Obstbaum gepflanzt wird. Bereits eine Woche zuvor hatte Hilmar Joerns die Pflanzlöcher mit einem Minibagger ausgehoben. Vor der Pflanzung hatte der Fachmann die Wurzeln und Baumtriebe fachgerecht zurückgeschnitten. Es wurden verschiedene Arbeitsteams gebildet: ein Pflanzteam, ein Team zum Stützpfähle setzen und ein Bewässerungsteam. Insgesamt wurden 40 Bäume gepflanzt, 20 wurden aus den Mitteln des Ehrenamtsfond der Harzenergie beschafft und 20 wurden für je 75 Euro von den Einwohnern gespendet. Die Bäume „Hochstamm“ sind schon 2,50 m hoch und wurden gleich mit Stützpfählen in die Erde gerammt, mit einer Lattung stabilisiert und dann angebunden, außerdem wurde ein Verbissschutz angebracht. Beim Pflanzen wurden die Pflanzlöcher gleich mit Wasser begossen. Die vielen Steine aus den Pflanzlöchern wurden zu einem großen Steinhaufen zusammengetragen und dienen nun Kleintieren als Unterschlupf.

Es wurden nur alte bewährte Obstsorten gepflanzt, bei Äpfeln z.B. die Goldparmäne oder ein Roter Boskoop. Bei den Birnen ist es die Williams Christ und Nordhäuser Winterforelle, bei den Kirschen die Sorten Regina und Karine, bei den Pflaumen ist es die Königin Viktoria und Elena. Mit der Bepflanzung ist ein wunderbarer Grüngürtel auf dem Grenzwall am nördlichen Ortsrand mit alten Obstsorten neu entstanden. In wenigen Jahren kann dieser den Menschen und vor allem den heimischen Insekten und der Kleintierwelt einen Lebensraum und Nahrung bieten. Anschließend wurden noch zehn Nistkästen für heimische Vögel angehängt, es folgen noch Ansitzstangen für die Greifvögel. Im nächsten Herbst soll diese Aktion fortgeführt werden und in einigen Jahren können die Einwohner sicherlich schon viel Obst an den Bäumen naschen. Zum Abschluss hatte die Stadtteilgemeinschaft zu Getränken, Bratwurst und gespendeten Salaten auf die Biogasanlage eingeladen.

 

Stadtteilgemeinschaft Jerstedt

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