Regionale Trinkwassergewinnung und Aufbereitung

Trinkwasser

Besichtigung Brunnen und Verrieselungsanlage


Auszubildende besuchten die Trinkwassergewinnungsanlage an der Innerstetalsperre

Zahlreiche Auszubildende des 1. Lehrjahres des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks (SHK) besuchten eine von der Innung Goslar/Salzgitter initiierten Fortbildung an der Trinkwassergewinnung der Innerstetalsperre. Unter der Regie von Obermeister Frank Haase formierte sich eine ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft zur Ausbildungsbegleitung im SHK Handwerk. Die AG, bestehend aus dem stellvertretenden Obermeister Andreas Buhl, dem Lehrlingswart Thorsten Fliß und dessen Stellvertreter Peter Schmidt sowie dem Fachpraxislehrer Michael Köppe, macht sich zur Aufgabe, den Ausbildungsprozess von Beginn an bis zum Erreichen des Ausbildungszieles zu begleiten.

Andreas Buhl konnte für die Fortbildung den Wasserwerkmeister Harald Kremling als Referent für eine kurzweilige und anschauliche Führung gewinnen. Die zentrale Fragestellung der Fortbildung: „Wie gelangt das Wasser in das Rohrnetz?“ wurde vom Referenten praxisgerecht beantwortet. Das kam bei dem Teilnehmerkreis außerordentlich gut an.

Beginnend an der Brunnenanlage wurde der historische Zusammenhang erläutert

Nach der vergeblichen Suche nach Erzen sollte der 200 m tiefe Schacht zu Beginn des 2. Weltkrieges als Förderschacht für Rohstoffe dienen und wurde 1939 wieder verschlossen. Heute wird dieser Schacht zur Trinkwassergewinnung genutzt. Die Teilnehmer bestaunten die verbaute Technik und die imposanten Dimensionen.

Aktuell wird das Wasser aus 140 m Tiefe mittels Hochleistungspumpen in die höhergelegene Verrieselungsanlage gefördert, in der dem Wasser die Kohlensäure entzogen wird.

Ein Highlight war an diesem Tag der Blick in den Kaskadenbehälter, der über eine Leiter zugänglich ist

Auch die Auswirkungen der niederschlagsarmen Jahre haben die Teilnehmer vernehmen können. So ist ihnen aufgefallen, dass große Flächen des Talsperrareals vertrocknet sind. Die Innerstetalsperre wurde seit den 50er Jahre geplant. Das Bauprojekt wurde schlussendlich von 1963 – 1966 realisiert.
Bedingt durch die klimatischen Veränderungen und dem steigenden Trinkwasserbedarf kauft die Stadt Langelsheim von den Harzwasserwerken etwa 40% des Bedarfes ein.

Die Wassergewinnungsanlage „Im Limmtal“, wurde von den Harzwasserwerken als Reserve gebaut

Wasseraufbereitungsanlage

Im Jahr 2019 wurde es von der Stadt Langelsheim mit der aktuellen Technik saniert und erweitert sowie das Gebäude mit einer Wärmedämmung saniert, damit ist kein Heizen mehr notwendig.

In der Wassergewinnungsanlage wird in zwei Filterbehältern das Rohwasser aus dem Brunnen grob vorgearbeitet. In der UV-Anlage wird es dann zu Trinkwasser verarbeitet und zwei Kompressoren belüften das Wasser. In zwei Behältern zu je 300 Kubikmeter wird das Wasser gelagert.

Etwa 1200 Kubikmeter Wasser werden täglich an die Haushalte und Gewerbebetriebe geliefert

Es gelten sehr strenge Hygienevorschriften mit ständigen Untersuchungen, so werden der Nitratwert, PH-Wert und viele andere Werte untersucht. Das Wasserwerk beliefert Langelsheim und Bredelem mit Trinkwasser.

Die Teilnehmer wurden von Andreas Buhl zum Abschluss zur Bratwurst und Getränken eingeladen. Unterstützt wurde der Ausklang der Fortbildung von Mitarbeitern der Firma Andreas Buhl, die für den erforderlichen Service sorgten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass war eine erfolgreiche Fortbildung.

Homepage Harzwasserwerke Talsperren

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