Sitzung des Samtgemeinderates Lutter

Noch steht ein Kinderspielplatz in Hahausen, bald soll ein Anbau für das Feuerwehrgerätehaus dort entstehen.


In nur 35 Minuten arbeitete der Rat der Samtgemeinde Lutter die elf Tagesordnungspunkte in der Mehrzweckhalle ab.

Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Schritte zur Umsetzung des An- und Umbaus des Feuerwehrgerätehauses zu veranlassen. Im Haushalt sind 950.000 Euro bereit gestellt. „Ob wir mit der Summe auskommen, kann man nicht sagen. Der Betrag wurde eingesetzt nach den Schätzungen von Lutter, hier wurde auch ein An- und Umbau schon fast fertig gestellt, eventuell muss ein Nachtrag beschlossen werden“, so Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns. In verschiedenen Gremien wurde das Projekt schon beraten und zuletzt befasste sich das Kommando der Feuerwehr Hahausen damit, auch hier erfolgte ein einstimmiges Votum.
Für die heutigen Anforderungen an eine Stützpunktfeuerwehr ist das Feuerwehrgerätehaus zu klein. Die Gemeinde Hahausen hat sich bereit erklärt, für den am Feuerwehrgerätehaus befindlichen Kinderspielplatz eine Fläche am DGH zur Verfügung zu stellen. „Es ist ein wichtiger Schritt der Samtgemeinde Lutter, denn der Anbau ist wichtig für die Zukunft“, so Uwe Rewitz (SPD). Für Hahausens Bürgermeister Ekkehard Ohlendorf (WGS) wäre es besser, ein neues Feuerwehrhaus auf der grünen Wiese zu bauen. „Denn man weiß nicht, wie viel Lagermöglichkeiten es beim Anbau für die Technik bei VU bei den zahlreichen Elektroautos gibt. Zwei Bundestraßen laufen an Hahausen vorbei, wo viele VU passieren. Auch muss bald ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft werden, denn nach 44 Jahren muss man einmal daran denken. Aber ich stimme trotzdem dem Anbau zu.“
Erfreuliches konnte der Samtgemeindebürgermeister vermelden.Es gab Bedarfszuweisungen und aus der Dorferneuerung für den Rathausplatz in Höhe von 361.000 Euro, somit betrug der Eigenanteil 19.000 Euro. Für die Kinderkrippe 180.000 Euro. Für den Sonnenschutz der Kurt Klay Schule gab es 85.000, eine hundertprozentige Förderung. Außerdem werden die Bushaltestellen in Nauen und Hahausen ausgebaut.
Im Kindergarten Lutter sind von 105 Plätzen 96 belegt, es gibt aber genügend Voranmeldungen. In der Regelgruppe sind 23 belegt und 2 frei, es gibt aber Anmeldungen. Die Gruppe ist mit 15 Plätzen ausgebucht. Im St. Romanus in Hahausen ist die Integrationsgruppe mit 18 Plätzen voll belegt, in der kleinen Gruppe sind des 10 Kinder und in der Krippe sind 2 Plätze frei.
Aus dem Wasserverband berichtete Bernd-Dieter Günther (CDU), dass ein neuer Mischwasserverteiler in der SG gebaut werden soll. Über den Hochwasserschutz berichtet der Samtgemeindebürgermeister: die Untersuchungen an Bäumen und Nistplätzen an der Neile in Neuwallmoden stehen kurz vor dem Abschluss. Es gab Gespräche mit der unteren Naturschutzbehörde und dem Planungsbüro, welche am Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen, dann können Baumfällungen durchgeführt werden.
Fast alle Verträge für die 88.000 Quadratmeter große Fläche am Steinbach für den Hochwasserschutz sind fast abgeschlossen, es gibt keine Differenzen mehr.
Einstimmig stimmten die Ratsmitglieder einer überplanmäßigen Ausgabe zu, so werden für die Kreisumlage 10.000 Euro für erhöhte Aufwendungen und Auszahlungen zur Verfügung gestellt. Das ILE Förderprogramm läuft Ende 2022 aus, das Förderprogramm wird nicht neu aufgelegt. Künftig gibt es keine Auswahl mehr zwischen Förderprogramme ILE und LEANDER, sondern ausschließlich LEANDE. Somit wurde beschlossen, die Samtgemeinde Lutter tritt der LEANDER Region Westharz bei. Die Mitgliedschaft im Tourismusverband Nördliches Harzvorland e.V: bleibt ebenso bestehen, wie die Kooperation im Hochwasserschutz und Flussgebietsmanagement. Der Bürgermeister wird beauftragt die erforderlichen Schritte einzuleiten.
Der Einwohner Leon Jahns stellte schriftlich einen Antrag zu mehr Biodiversitätsschutz. Der Antragsteller erhielt folgende Antwort: Die Samtgemeinde Lutter bedankt sich für die Anregung. Die kommunalen Spitzenverbände haben bereits angekündigt, durch kommunales Engagement den sogenannten EU Green Deal, der unteranderem auch die Punkte Ökosysteme & Biodiversität enthält, zu unterstützen. Auch die Samtgemeinde Lutter ist sich ihrer Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität bewusst und wird den Erhalt der biologischen Vielfalt als Grundlage einer nachhaltigen Stad- und Gemeindeentwicklung verstärkt berücksichtigen. Konkrete Maßnahmen sind im Zuge der Fusion anstehenden Neustrukturierung der Bauhöfe, der Pflege und Unterhaltung der kommunalen Flächen zu entwickeln und festzulegen.
Für den Bundesfreiwilligendienst ist ein Platz in der Grundschule und ein weiterer im Kindergarten noch unbesetzt. Interessenten können sich in der Samtgemeinde melden.
Die Ratsvorsitzende Karin Rösler Brandt (SPD) berichtete, dass sich junge Familien bei ihr gemeldet haben, sie wünschen sich einen Fuß- und Radweg von Neuwallmoden nach Lutter. Es wird auf das Landesstraßenprogramm in Niedersachsen hingewiesen.

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