Übergabe der Wohnung für die Stadtschreiberin

Stadtschreiber

Oliver Heinrich, Sabine Rieckhoff, Florian Alff, Urte Schwerdtner, Sabine Fontheim, Dorothee Prüssner


Die neue Stadtschreiberin zur 1100 Jahrfeier tritt ihren Dienst erst am 15. August in der Stadt Goslar an

Ihre neue Wohnung wurde nun offiziell von der Stiftung Maria in horto übernommen. Am 23. März 2021 hatte der Rat der Stadt Goslar der Renovierung des ehemaligen Pfarrbüros im Gebäude Rosentorstraße 27 (Stiftung Neuwerk) zu Wohnzwecken zugestimmt. Die Nutzung der Wohnung erfolgt nun durch die Stiftung Maria in horto im Rahmen des Konzeptes einer WortWerkerin (Stadtschreiberin).

Im Beisein von Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner, Oliver Heinrich (Leiter GGM), Sabine Fontheim (Vorsitzende der Stiftung Maria in horto), Dorothee Prüssner und Florian Alff (beide Stiftungsvorstand) und Sabine Rieckhoff (Stiftungskuratorium) fand die termingerechte Übergabe der 90 Quadratmeter großen Wohnung an die Stiftung statt.

Die Oberbürgermeisterin konnte erfreuliches berichten, dass 150.000 Euro im Budget veranschlagt waren und diese eingehalten wurden

Sie lobte, dass hier dem Denkmalschutz ein gutes Beispiel gegeben wurde. Es war eine Nutzungsänderung auf Wohnnutzung erforderlich und darauf erfolgte der aufwendige Umbau mit grundhafter Sanierung der Räumlichkeiten sowie eine neue Anbindung zur Versorgung. Zu- und Abwasser, neue Küche und ein neues Badezimmer mit Fenster.
Die Wohnung ist nicht komplett eingerichtet, so kann die neue Mieterin ihre persönliche Einrichtung noch mitbringen.

Stiftungsmitglied Florian Alff hat einen massiv verarbeitenden Wohnzimmerschrank aus Ende des 18. Jahrhundert gespendet, auch einen Tisch und Mobiliar wird er noch spenden. Vom 15. August bis 15. Dezember wird die Stadtschreiberin in der Wohnung in Goslar bleiben. Die zukünftige Nutzung sieht eine mietfreie Überlassung an die Stiftung Maria in horto für drei Jahre vor.
Anschließend wird die Wohnung gegebenenfalls für kleinere Veranstaltungen von der Stiftung selbst genutzt.

Die Finanzierung erfolgte über die Stiftung Neuwerk mit privaten Spenden und Förderungen wie die Volksbank Nordharz, evangelische Landeskirche, Landkreis Goslar und Regionalverband Harz.

Die Stiftung Maria in horto gibt es bereits seit 2010

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung von Pfarrer Werner Böse, der damit dem Wunsch der Gründungsstifterin Hannelore Behrens nachkam, die sich eine neue Stiftung Kloster Neuwerk wünschte. Die 33-jährige Marie-Luise Eberhardt aus Essen wurde durch die Jury der Stiftung Neuwerk-Maria in horto für das Stipendium ausgewählt. Sie lag damit vor 40 weiteren Mitbewerberinnen und Bewerber, die sich an der Ausschreibung für das Goslarer Literatur-Stipendium beteiligt hatten.

Große Freude herrschte bei der neuen Stadtschreiberin, als sie der Anruf von der Stiftungsvorsitzenden Sabine Fontheim erreichte

„Ich bin überglücklich und freue mich auf Goslar, auf die Begegnungen mit den Menschen und auf viele neue Eindrücke, über die ich schreiben werde.” Auch die Kuratoriumsmitglieder der Stiftung freuen sich auf ihren Gast. Nun sei ein wichtiger Schritt getan, zum anstehenden Stadtjubiläum Goslars die Bürgerinnen und Bürger mit der ersten WortWerkerin zu beschenken, so Sabine Fontheim.

Am 23. Und 24. Juni wird es in Goslar zu einer ersten Begegnung mit der „Neubürgerin” kommen, die für ein Kennenlerntreffen bereits zugesagt hat

Dann wird alles besprochen, damit Marie-Luise Eberhardt, deren Familie aus Weimar stammt, ab Mitte August ihr viermonatiges Stipendium in der neu renovierten Stadtschreiber-Wohnung im alten Kloster Neuwerk an der Rosentorstrasse kreativ genießen kann.

Die vierköpfige Jury, bestehend aus den Stiftungsmitgliedern Sabine Fontheim und Dr. Heidi Roch, der Kulturbeauftragten der Stadt Goslar Marleen Mützlaff sowie dem Berliner Germanisten Dr. Jens Kegel, hatte die komplexe Aufgabe, aus 41 Bewerbungen, auch aus Österreich und England, den oder die neue Stadtschreiberin auszuwählen. Doch trotz der eng liegenden Qualität war man sich nach drei Stunden intensiver Beratung einig: Es ist Marie-Luise Eberhardt, die mit ihrem frischen Schreibstift und ihrer offenen Art auf neuen Herausforderungen zuzugehen, am meisten überzeugen konnte. So freuen sich die Mitglieder der Stiftung Neuwerk Maria in horto und mit ihnen die Kirchengemeinde Neuwerk auf die erste WortWerkerin in der Stadt Goslar.

Homepage Stiftung Maria in horto

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