Adolf-Grimme-Gesamtschule und Geopark Harz

Die Klassen 5 präsentieren die Broschüre


Ein Gemeinschaftsprojekt von UNESCO-Projektschule und UNESCO-Geopark

Im Rahmen der seit vier Jahren bestehenden Kooperation zwischen dem Geopark Harz und der Adolf-Grimme-Gesamtschule Goslar-Oker (AGG) haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes „Landschaft lesen lernen“ Broschüren erstellt.

Emily Claire Carell vom Geopark Harz überreichte nun die Broschüren im Forum der AGG an die drei fünften Klassen. Alle Teilnehmer berichteten, dass die Exkursion in die Natur ein tolles Erlebnis war, besonders die Spiele, gerne würden sie das Erlebte noch einmal wiederholen.
Eine UNESCO-Projektschule wie die AGG und ein UNESCO Global Geopark wie der Geopark Harz, Braunschweiger Land Ostfalen verfolgen grundsätzlich ähnliche Ziele. Beide sehen sich der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung verpflichtet. Schülerinnen und Schüler der AGG wohnen im Gebiet des UNESCO-Geoparks. Eine Zusammenarbeit der UNESCO-Projektschule mit dem Regionalverband Harz als einem der Träger des UNESCO-Geoparks liegt somit auf der Hand. Der in der Welterbestadt Quedlinburg geschäftsansässige Regionalverband Harz ist gemeinsam mit einem Partner in Königslutter nicht nur Träger des UNESCO Global Geoparks Harz Braunschweiger Land Ostfalen sondern auch Träger des Naturparks Harz in Niedersachsen. Gemeinsam mit der AGG möchten Schülerinnen und Schüler für das europaweite Netzwerk Natura 2000 sensibilisieren.
Die drei fünften Klassen, 69 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2020/2021, beschäftigten sich mit dem Projekt „Landschaft lesen lernen“ mit dem Natura 2000-Gebiet Bergwiesen bei St. Andreasberg. Dort fanden dort zwei Wanderungen statt. Im Anschluss hatten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen mit verschiedenen Themen befasst, so mit den verschiedenen Insektenarten der Berg-Mähwiesen und deren Bedeutung für das Ökosystem und den Menschen. Besonderes Thema waren die Fledermäuse, Schmetterlinge, Wiesenvögel, das Mauswiesel und die Feldlerche. Auch der Bergbaugeschichte von St. Andreasberg widmeten sie sich. Dabei entstanden die in der Broschüre vorgestellten Poster, hinter den Wanderungen stand die Idee, ein Natura 2000-Gebiet im Natur- und Geopark im Harz zu zeigen.
Der Begriff Natura 2000 dürfte allen durch die Wanderungen und entsprechenden Erläuterungen bekannt sein. Bei der Vielzahl der Eindrücke an diesem Tag, kann jeder auch verstehen, wenn die Kinder nicht alles behalten haben. Deshalb hier nochmals eine kleine Erläuterung zu Natura 2000 und dem Gebiet, in dem wir unterwegs waren.
Natura 2000 ist der Name für ein Netzwerk aus Schutzgebieten, das die Europäische Union ins Leben gerufen hat. Die Natura 2000-Gebiete bestehen aus europäischen Vogelschutzgebieten und sogenannten Fauna-Flora-Habitat Gebieten (FFH-Gebiete). Fauna steht dabei für die Tierwelt, Flora für die Pflanzenwelt und Habitat für die Lebensräume. In den Gebieten sollen Tiere, Pflanzen und Lebensräume geschützt werden, die dort noch relativ häufig vorkommen. Damit soll verhindert werden, dass sie verschwinden, denn anderswo können sie bereits selten sein. Im Natura 2000-Gebiet Bergwiesen bei St. Andreasberg wanderten die Teilnehmer beispielsweise entlang der Bergwiesen der Jordanshöhe, dem Höhenwanderweg um St. Andreasberg. Hier bieten die vielen Blumen und Gräser Lebensraum für zahlreiche Insekten wie das Tagpfauenauge oder die Streifenwanze. Diese Vielfalt an Insekten lockt natürlich auch Vogelarten wie die Feldlerche an. Die Übergänge zwischen Wiesen und Wald bieten dem kleinsten Raubtier der Welt – dem Mauswiesel – genügend Unterschlupfmöglichkeiten. Im Natura 2000-Gebiet Bergwiesen bei St. Andreasberg ist weitaus mehr zu entdecken, als wir an einem Tag schaffen konnten. Deshalb sind alle eingeladen, das Gebiet wieder zu besuchen, gerne auch mit den Eltern, Geschwistern, Verwandten oder Freunden. Diese kleine Broschüre, selbst erarbeitet von den Kindern, hilft dabei, dieses tolle Gebiet und seine Besonderheiten weiter zu entdecken.

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