Arbeitseinsatz auf der Fortuna Alm Döhren

Arbeitseinsatz auf der Fortuna Alm

Zu einem Arbeitseinsatz auf die Fortuna Alm hatte die NABU-Kreisgruppe Goslar am Reformationstag eingeladen.

Die Streuobstwiesen und Biotope bedürfen auch in Coronazeiten einer aufmerksamen und intensiven Pflege. Das NABU-Aktivteam kümmert sich im laufenden Jahr um die anfallenden Arbeiten. Trotz vieler helfender Hände ist es jedoch nicht möglich, alle notwendigen Arbeiten zu erledigen. Daher werden jetzt nicht nur Mitglieder, sondern auch Freunde, Bekannte und Förderer um Mithilfe gebeten.

Insgesamt 16 ehrenamtliche Helfer und drei junge NAJÜ waren beim ersten Arbeitseinsatz aktiv. Die 160 Obstbäume auf der 3,5 ha großen Streuobstwiese müssen geschnitten, am Fuß der Bäume muss das Unkraut entfernt und der Boden aufgelockert werden. Bei etwa 25 Obstbäumen musste der Verbissschutz teilweise erneuert oder instandgesetzt werden. Mathias Stockmaier und Malte Sandweg legten eine Schablone um die Bäume. Tim Siedentopf fuhr den Bagger und bohrte die Löcher für die Pfähle. Dazu werden gepresste Pfähle aus recyceltem Kunststoff verwendet, die sich erst nach etwa 25 Jahren zersetzen. Sven und Endrik Bieling reparierten die Verbissschutzzäune.

In drei Pflanzaktionen, die letzte  2017, wurden altbekannte Apfelsorten wie Goldparmäne, Ingrid Marie, Kaiser Wilhelm, James Grive und Gravensteiner gepflanzt. Auch alte Birnensorten wie Klapps Liebling, Alte Helene, Williams Christbirne und Gute Luise gedeihen auf der Streuobstwiese. Unter den Bäumen befinden sich auch Kirschen, Aprikosen, Mirabellen, Wallnüsse und vier Winterlinden.

Wolfgang Moldehn, Vorsitzender der NABU- Kreisgruppe macht darauf aufmerksam, dass Personen, die ein Jubiläum feiern, einen Obstbaum pflanzen können.

Im Sommer sind acht Galloway-Mutterkühe und ein Bulle auf der Streuobstwiese aus der Herde von Kai Gliese aus Liebenburg zu Gast. Im Wald über der Streuobstwiese sind über 60 verschiedene Vogelarten zu finden. Seit sieben Jahren ist dort auch ein Uhu zuhause, der in diesem Jahr drei Junge zur Welt brachte.

Ein weiterer Arbeitseinsatz war die Fertigzustellung der vorhandenen Benjeshecke, sie wurde mit Baumschnitt verfüllt.

Darin finden Igel und Insekten einen Unterschlupf. Außerdem wurden die Untergestelle der Bienenstöcke saniert. Im Sommer hatte ein Imker dort sechs Bienenstöcker aufgestellt. Die Sukzession in den Randbereichen der Streuobstwiese und der Biotope müssen noch geschnitten werden und im Artenschutzturm sind viele Aufräumarbeiten von Nöten. Ebenso sollen die vorbereitenden Arbeiten für das Erstellen einer 20 Meter langen und 1,50 Meter breite Natursteinmauer abgeschlossen werden. Diese dient Amphibien und Kleintieren als Unterschlupf.

Das Regenwasser vom Turm und das Oberflächenwasser des Grundstücks sollen in kleine Teiche gesammelt werden und dann Amphibien als Laichplatz dienen. Weitere Arbeitseinsätze ähnlich wie dieser sollen bis Ende Februar mehrheitlich an den Wochenenden durchgeführt werden.

Nach den Arbeiten auf Fortuna wird es auf der Streuobstwiese in Neuenkirchen weitergehen, anschließend auf den Biotope in Heißum, Astfeld und Bredelem.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich für den Arbeitseinsatz anzumelden, gibt es unter Telefon (0 53 21) 4 69 36 82 oder per E-Mail an info@nabu-goslar.de. Alternativ kann auch das Büro des NABU in der Petersilienstraße 23 in Goslar aufgesucht werden.

 

Natur und Umwelt

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