Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ostlutter

(v.li): Gemeindebrandmeister Bernd Kerwien, Geehrte und Beförderte sowie Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns.


Es war die erste JHV einer Ortswehr in der Samtgemeinde Lutter und zugleich die erste vom neu gewählten Ortsbrandmeister Markus Latermann.

Von ihm gab es gleich kritische Worte an die Aktiven: Die Dienstbeteiligung muss besser werden, denn die Teilnahmen an Diensten ist Pflicht. Außerdem bemängelte er: wer zu einem Einsatz zum Gerätehaus kommt, muss dort warten und nicht wieder, wenn genügend Einsatzkräfte vor Ort sind, Nachhause gehen. Auch darf keine Einsatzkraft allein ausrücken.

Es wurden acht Dienstabende durchgeführt, davon drei praktische Dienste, vier theoretische Dienste und ein technischer Dienst. Die Dienstbeteiligung lag bei durchschnittlich sechs Personen. Alle anderen Dienste und Veranstaltungen, die im Dienstplan 2020 aufgeführt worden sind, mussten leider aufgrund der Pandemie ausfallen. Im Jahr 2020 nahmen die Wehr an insgesamt 12 Einsätzen teil: drei Hilfeleistungseinsätze (2x Gasgeruch am Gashaus der L500, 1x Zum Radberg 34), ein Hilfeleistungseinsatz (Verkehrsunfall Dorfstraße, Ecke Bergstraße),drei Hilfeleistungseinsätze (Unwetter mit Starkregen), ein Hilfeleistungseinsatz (Schlagbaumsweg wegen Starkregen), eine Hilfeleistungseinsatz (eingeklemmte Person im Waldkindergarten), zwei Brandeinsätze (alter Sandsteinbruch; Großbrand Geflügelhof Otterstedt).

Im Dienstjahr 2020 wurden folgende Lehrgänge besucht und bestanden: Felicita Wagner, Maschinisten Lehrgang.

Am 29. August richtete Ostlutter die Funk- und Fahrübung in der SG Lutter aus und hat selbst mit einer Staffel teilgenommen.
Des Weiteren hat am 10. Oktober eine Übung zum Aufbau des Beaver Dammes stattgefunden. Ein „Hochwasserschutzkonzept Neiletal“ wurde zusammen mit den Wehren Lutter und Neuwallmoden ausgearbeitet.
Es wurden fünf Kommandositzungen abgehalten und eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Wahl des OrtsBM und stellvertretenden OrtsBM einberufen. Außerdem wurde an verschieden Ortsbrandmeistersitzungen teilgenommen, auf denen es um die Zusammenführung der Wehren im Zuge der Fusion der SG Lutter mit der Stadt Langelsheim besprochen wurde.
Im Schulungsraum der alten Schule wurde ein Internetanschluss installiert.

Gemeindebrandmeister Bernd Kerwien und Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns konnten zahlreiche Ehrungen und Beförderungen vornehmen:

Hauptfeuerwehrmann Heinrich Wrede erhielt das Abzeichen für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen vom neuen Präsidenten Olaf Kapke.
Zum Hauptlöschmeister wurde Ortsbrandmeister Markus Latermann befördert. Zu Oberfeuerwehrfrauen wurden Felicita Wagner und Esther Knoblauch befördert. Neue Schulterstücke erhielt der Kassenwart Silvio Schulz. Eckhard Brandt wurde aus dem aktiven Dienst entlassen und führt nun die Altersabteilung, er erhielt ein Präsent. Zentraler Ansprechpartner in Ostlutter für die zukünftige Kleiderkammer in Langelsheim wurde Daniel Brandt.

Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns lobte in seinen Grußworten, dass die Wehr eine tolle Truppe geworden ist. Wir brauchen jede kleine Ortswehr, denn wenn etwas passiert, so wie in Nauen, ist es immer wichtig, wenn die Ortswehr zuerst am Einsatzort ist. Bekleidungsmäßig wurde sich schon mit Langelsheim abgestimmt, es wird die letzte gemeinsame Sitzung sein, aber ihr werdet in Langelsheim gut aufgehoben sein.

Der stellvertretende Bürgermeister vom Flecken Lutter, Bernd-Dieter Günther, war froh, dass es nach so einer langen Zeit wieder eine Jahreshauptversammlung gab. Er ist beeindruckt, dass alle Aktiven soviel Freizeit für das ganze Dorf opfern.
Über 45 Einsätze, davon 37 Hilfeleistungen, 6 Brandeinsätze und 2 Verkehrsunfälle berichtete Gemeindebrandmeister Bernd Kerwien. Er bat alle Aktiven, den neuen Ortsbrandmeister Markus Latermann zu unterstützen, denn die Feuerwehren machen sich selber zu, die Politik macht keine Feuerwehren zu.

Es wurden im vergangenen Jahr kaum Dienste durchgeführt, es konnte nicht geübt werden und das Schlimmste ist: die Lehrgänge fehlen, denn Celle war auch dicht.
Die Mitgliederzahl beträgt 108, aufgeteilt in 24 Mitglieder der Einsatzabteilung, davon 8 weibliche, 5 Jugendliche, 30 Mitglieder der Altersabteilung sowie 49 fördernde Mitglieder.

Termine: Wandertag (18. September).
Ziel des neuen Ortsbrandmeisters wird es sein, neue Mitglieder für die Einsatzabteilung zu finden.

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