Müllsammelaktion in Hahausen


Wie viel Müll die Hahäuser in den vergangenen Tagen gesammelt haben, wurde am Freitagabend am zentralen Abgabeort an der restaurierten Holzsägemaschine am Ehrenmal festgestellt.

Wegen der Corona-Pandemie lief in diesem Jahr alles anders. In den letzten Jahren hatte sich der Harzklub Zweigverein Hahausen-Neuekrug immer um die Organisation für die Müllsammelaktion gekümmert. In diesem Jahr aber hat der Harzklub erst einmal alle Aktivitäten abgesagt. „Beim monatlichen runden Tisch wurde das Thema Müllsammeln besprochen, außerdem gab es aus dem Dorf Anfragen“, so die Dorfmoderatin Claudia Mehl. Seit Dienstag waren alt und jung, groß und klein aufgerufen unter Einhaltung der Corona-Regeln das Erscheinungsbild des Dorfes zu verbessern. Leider spielte das Wetter in den vier Tagen nicht so mit, einige Sammler wurden unterwegs so richtig nass.

Die älteren Kinder vom Kindergarten St. Romanus, die sonst auch viel im Wald unterwegs sind, beteiligten sich ebenfalls an der Müllsammlung.

Besonders fündig wurden viele Bürger in der Feldmark von Hahausen, hier wurde sogar eine wilde Müllkippe entdeckt. Gefunden wurden Reifen, Stacheldraht, eine Platte von einem Kunststoffdach, ein Wasserschlauch, Abdeckplanen, Schuhe und ein Keramik-Windlicht. In blauen Säcken befanden sich Zigarettenschachteln, kleine Schnapsflaschen und zahlreiche Plastikverpackungen sowie Geschirr.
Pünktlich zum Treffen fing es an zu regnen, deshalb war der Zuspruch nicht so groß. Nur zehn Erwachsene und einige Kinder und Jugendliche waren anwesend. Für die Kinder hatte die Dorfmoderatorin Süßigkeiten mitgebracht, unter den anwesenden Erwachsenen Helfern wurde ein Präsentkorb verlost. Als „Glücksfee“ stellte sich Hendrik zur Verfügung, er zog das Los mit dem Namen von Cathrin Mehl. Die glückliche Gewinnerin konnte sich über einen Präsentkorb mit Produkten aus Hahausen und Umgebung freuen.
Die Aktion hätte schon vor einigen Wochen durchgeführt werden müssen, denn das Gras war eigentlich schon zu hoch. Deshalb soll das Müllsammeln im Herbst wiederholt werden, so die Dorfmoderatorin Claudia Mehl.
Bürgermeister Eckhard Ohlendorf war mit Trecker und Anhänger zum Treffpunkt gekommen, um das Sammelgut abzuholen. Einen Tag später wollte er noch in die Feldmark fahren und dort die „wilde Müllkippe“ abholen. Er wird sich selbst um die Entsorgung kümmern und den Anhänger zum Recyclinghof nach Goslar fahren. Die Kosten muss er aus eigener Tasche tragen, allein ein Reifen kostet neun Euro an Entsorgung.

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