NABU Goslar Streuobstwiesenfest auf dem Vereinsgelände

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Paul Kunze beim Rundgang über die Streuobstwiese


Der NABU Goslar lud in diesem Jahr wieder zu seinem Streuobstwiesenfest auf das Vereinsgelände der Grube Fortuna ein

Der 1. Vorsitzende der NABU Goslar (Wolfgang Moldehn) war froh, sich mal wieder in freier Natur zu unterhalten und ein wenig zu feiern. Er hofft, dass es im kommenden Jahr wieder besser aussieht.
Auf der Streuobstwiese wachsen 160 hochstämmige alte Sorten von Äpfeln, Kirschen, Birnen und Pflaumen. Ab 2006 wurden immer 20 bis 30 neue Bäume gepflanzt, jeder Wanderer kann gern etwas von dem Obst kosten, der überbrig bleibende Rest wird vermostet.

Naturkundler Paul Kunze vom NABU unternahm Führungen mit den Besuchern über die Streuobstwiese. Er wies darauf hin, dass die Nistkästen regelmäßig vor dem Winter gesäubert werden müssen. Denn im Winter schlafen und übernachten Blaumeisen und Kleiber gern darin. Er berichtete, dass in der Vergangenheit beringte Blaumeisen aus Belgien und Litauen gesichtet wurden, was bedeutet, dass sie auch eine lange Zugbewegung haben. Es wurde auch ein beringter Bundspecht entdeckt, der einen Flug von Goslar nach Kiew zurücklegte. Viele Vogelarten haben sich in der Streuobstwiese angesiedelt, früher hatte jede Ortschaft ein bis zwei Streuobstwiesen. Heute kommen die Äpfel aus dem Ausland. Typische Vögel in der Streuobstwiese waren früher der Steinkautz und der Gartenrotschwanz.

Mit Maxi Haumann präsentierte sich ein Nachwuchsimker auf der Streuobstwiese. Er betreibt fünf Völker in den Standorten Hahnenklee, je zwei in Othfresen und auf Fortuna. Angefangen hat er vor drei Jahren, auf das Hobby ist er von einem Lehrer an der BBS-Bassgeige aufmerksam geworden. Am 20. Juni hat er die Prüfung zum Zulassungsverfahren bei Bioland, danach erwartet er das Siegel, nach den Richtlinien der Imker zu arbeiten.

Bio-Eier aus Lutter präsentierte der Bio-Hof Schieren Eichen-Gaus, er hat 27.000 Hühner in mehreren Ställen. Beim Infostand des NABU konnten Vogelhäuschen, Insektenhotels, Blühwiesensamen, Vogelfutter und selbst gepresster Apfelsaft gekauft werden. Über das Thema Wolf konnte man sich bei einem weiteren NABU-Stand informieren. Im Landkreis Goslar wurden bisher zwei Wölfe gesichtet, der eine ist seit kurzem verschwunden.
Über das Wildkatzengehege in Bad Harzburg an der Jägermeisterbaude informierte Thorsten Brunke, dort befinden sich vier Katzen und ein Hauskater.

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Merle Rittinghaus vom NABU verkauft Insektenhotels

Mit Gerwin Bärecke wurden Insekten im Rahmen des „NABU-Insektensommer“ gesucht und gezählt. Das Ergebnis wird dann gemeldet und auf dem Portal http://Insektensommer.de  ausgewertet.
„Harzbrot“ präsentierte Tobias Rinn. Die Gründung der Genossenschaft soll am 15. Juni erfolgen, dann wird es zur ersten Bio-Bäckerei im Landkreis Goslar ernannt. Gebacken wird in der Bäckerei Braun in Astfeld, beide Bäckereien werden dann den Ofen gemeinsam nutzen.

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Emilia und Frieda beim Info-Mobil der Jägerschaft GS

Das Info-Mobil der Jägerschaft GS präsentierte der 1. Vorsitzende Lutz Renneberg und Aribert Stark. Außerdem gab es Drohnenflüge zur Vorführung der Rehkitzretter, Rettungshunde im Einsatz und bergbaukundliche Führungen. Außerdem präsentierten sich einige Flohmarktstände, hier konnte man alte Sachen anbieten oder neue (alte) Sachen suchen.

Homepage NABU Goslar

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