Osterspaziergang durch Hornburg

Oster

Osterspaziergang durch Hornburg.


Traditionell beginnt der Förderkreis Heimatmuseum Hornburg e.V. die Museumssaison mit dem Spaziergang durch die Fachwerkstadt am Ostermontag

Erstmals begrüßte die neu gewählte 1. Vorsitzende Susanne Kühne die Teilnehmer vor dem Heimatmuseum am Montelabbateplatz. Alle Kinder erhielten zum Spaziergang einen Osterstecker und mussten dann anschließend nach dem Osterhasen rufen. „Hannie Hase“ (Ute Hofmann) war extra aus Ostereistedt, Am Waldrand 12 angereist.

Sonnenschein begleitete den österlichen Spaziergang, hierbei wurde unterwegs von altem und neuerem Osterbrauchtum erzählt. Musikalisch begleitet wurde der Osterspaziergang durch eine steirische Harmonika, gespielt von Ernst Meyer. Dieser begleitet seit über 20 Jahren den Umzug musikalisch, der schon seit weit über 30 Jahren veranstaltet wird. Mit dem Lied „Hänschen klein“ und „Alle Vögel sind schon da“ begann der Umzug durch die Fachwerkstadt in Richtung Schloßbergstraße und Hagenstraße.

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Es werden Buxbaumsträuße in die Ilse geworfen.

An der Hagenmühle wurde ein altes Brauchtum beibehalten, die Kinder warfen einen kleinen gebundenen Buxbaumstrauß in die Mühlen-Ilse. Dieses sind Grüße an die umliegenden Dörfer, die an der Ilse liegen, so zeigten die Menschen, dass es ihnen noch gut geht. An der Hagenmühle wurde das Lied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ gesungen. Susanne Kühne erzählte, dass früher in den 40 Tagen Fastenzeit keine tierischen Produkte gegessen wurden. Die Eier wurden gekocht, um sie länger haltbar zu machen und dann jede Woche mit einer anderen Farbe angemalt, um so das Alter der Eier festzuhalten.

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Die Brunnenkränzigung durch Cordula Wulf

Weiter ging es durch die Neue Straße und „Knick“ mit dem Lied „Mein Vater war ein Wandersmann“ und „Das Wandern ist des Müllers Lust “. Am Friedrich-Ebert-Platz vorbei ging es zum Marktbrunnen. Hier fand die Brunnenkränzigung mit dem gebundenen Buxbaumkranz durch Cordula Wulf statt. Es wurde gedankt, dass der Brunnen im Winter nicht zufriert und immer frisches Wasser hat. Ein Brunnen mit Schwengelpumpe war für die Anwohner und für die Öffentlichkeit sehr wichtig.

Susanne Kühne erwähnte noch die Bedeutung des Osterwassers, denn in einigen Gegenden glaubt man, dass das Osterwasser die Schönheit und die Gesundheit heiratsfähiger Mädchen fördert, wenn man dieses Wasser schweigend aus einer Quelle oder aus einem Bach abschöpft und noch vor Sonnenaufgang nach Hause bringen würde. Diese Tradition nahmen vor allem junge Männer zum Anlass, die Mädchen durch Neckereien zum Sprechen zu bringen, um damit dem Schönheitselexier seine Wirkung zu nehmen und es dem Volksmund nach in „Quasselwasser“ zu verwandeln. Anschließend wurde gemeinsam das Lied „Wenn alle Brünnlein fließen“ gesungen.

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Abschluss vor dem Heimatmuseum

Bei der Ankunft am Heimatmuseum war bislang das gemeinsame Osterfrühstück in der Museumsgalerie bei Kaffee und Kuchen jedes Jahr ein toller Abschluss. In diesem Jahr wurde jedoch nochmal darauf verzichtet, angesichts der immer noch hohen Inzidenzen. Wegen der Baustelle in der Galerie hat man sich entschieden, bei schönem Wetter lediglich eine Tasse Kaffee,  Tee oder ein Kaltgetränk auf dem Museumsvorplatz auszuschenken und den Rundgang bei netten Gesprächen ausklingen zu lassen. Für alle Teilnehmer gab es noch ein Osterei und für die Kinder etwas Süßes. Das Heimatmuseum hat nun wieder immer von Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Homepage Heimatmuseum Hornburg

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