Reisen in die Untertagewelt

Gesine Reimold und die Kinder der Ferienpass Aktion


Schade, dass nur fünf Kinder zur Ferienpass-Aktion „Reisen in die Untertagewelt“ an den Rammelsberg kamen, aber diese Kinder hatten besonders viel Spaß.

Die erste Station der Aktion war die neue Sonderausstellung „Reisen in den Schoss der Mutter Erde – Montantourismus im Harz“. Mit einem Museumsspiel lernten die Kinder die Ausstellung und deren Objekte kennen und erfuhren zum Beispiel, warum schon vor über 250 Jahren Touristen, Fremde genannt, den Rammelsberg besuchten und in die Grube einfuhren. Besonders spannend waren für diese Reisenden das Feuersetzen, die farbenprächtigen Vitriole und die riesigen Wasserräder. Tolle Modelle, Skulpturen, Gemälde und Stiche halfen den Ferienpasskindern die Fragen des Museumsspieles zu beantworten. Die Museumspädagogin Gesine Reimold unterstützte sie dabei. Ganz nebenbei lernten sie auch, dass eine Reise in den Harz ein großes Abenteuer war.
Im Roeder-Stollen konnten die Ferienpass-Teilnehmer die Kehrräder erleben, die bereits der berühmte Dichter und Märchenerzähler Hans-Christian Andersen beschrieben hatte. Ebenso lernten die Kinder die Vitriolen kennen, farbige Metallsalze an den Stollenwänden. Aber wie nennt man die langen Vitriolzapfen, die von den Stollenwänden herabhängen, wie heißt das weiße Vitriol? Neues spielerisch entdecken und neben der Bergmannssprache auch naturwissenschaftliche Begriffe erlernen kann Spaß machen. Und heute ist es wirklich sehr bequem am Rammelsberg einzufahren. Man muss keine steilen Leitern steigen und das elektrische Licht leuchtet heller als die flackernden Grubenlampen vor 200 Jahren.

Am Ende der Führung gab es für jedes Kind noch eine kleine Überraschung als Belohnung fürs Mitmachen und als Erinnerung an den Rammelsberg.

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