Bauarbeiten auf der A 36 haben begonnen

Bauarbeiten A36

Vor einigen Tagen haben die Bauarbeiten am Lärmschutzwall der Autobahn A 36, in Höhe der Anschlussstelle Lengde in Richtung Bad Harzburg begonnen

Der Verkehr wird voraussichtlich bis zum 3. Juli in diesem Bereich auf einer Länge von einem Kilometer in Fahrtrichtung Harz einspurig geführt. Die Anschlussstelle Lengde, Auffahrt Richtung Bad Harzburg, ist während der Bauzeit gesperrt und der Verkehr über die Umleitung U36 zur Auffahrt Vienenburg Nord geführt.
In der vergangenen Woche wurden die Wurzeln der Bäume vom bisherigen Lärmschutzwall entfernt, die derzeitige Höhe beträgt etwa zwei Meter. In dieser Woche wird der Lärmschutzwall vermessen, bevor er dann auf 3,60 Meter aufgeschüttet wird.

Berufspendler zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel kennen sie genau: die A 36. Insgesamt 36 Kilometer lang – von Braunschweig bis Goslar-Vienenburg. Wer in den Harz reist, fährt oft ebenfalls über diese Schnellstraße, die scherzhaft auch Einfallstor zum Harz oder Harz-Highway genannt wird.

Die Anwohner in Goslar-Lengde hingegen wurden genervt vom Krach, der Verkehr hat stetig, besonders nach der Grenzöffnung zugenommen

Der in den 80er Jahren errichtete Lärmschutzwall ist abgesackt, seit mehr als 15 Jahren fordern die Einwohner eine Erhöhung. Das Problem war auch im Juli 2017 ein Thema in der Sendereihe Jetzt reicht’s – Ihre Meinung zählt von Radio Niedersachsen. Hier kamen Vertreter aus der Politik, Anwohner, der Sachgebietsleiter Umweltmanagement und Fachbereichsleiter Planung von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu Wort.

Im April 2018 hat Wirtschaftsminister Bernd Althusmann die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gebeten, eine zeitgemäße Lösung für den Lärmschutz an der A36 zu finden und dann umzusetzen. Diese Botschaft ging aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Frage hervor, die der Goslarer Landtagsabgeordnete Dr. Alexander Saipa bereits Mitte Februar 2018 gestellt hatte.

„Die schlechte Situation wurde erkannt, der Minister hat seine nachgeordnete Behörde nun um Vollzug gebeten“, erklärt Saipa zum Lengder Dauer-Streitthema. Auch der Landtagsvizepräsident und Braunschweiger CDU-Landesvorsitzende Frank Oesterhelweg hatte sich bei einem Besuch vor Ort mit dem Stadtverband seiner Partei den Lärmschutzwall besichtigt.

Der Anfang der 80er Jahre gebaute Lärmschutzwall war erheblich abgesunken und unterschreitet längst die im seinerzeitigen Planfeststellungsverfahren festgelegte Höhe

Diesen Befund hätten in der Vergangenheit mehrere Ortstermine und Gespräche hinreichend belegt. Ministerium und Fachbehörde hätten aber, so Saipa, den noch vorhandenen Bewuchs als Herausforderung benannt. Zu Pfingsten gab es an der Baustelle einen Stau der bis zur Abfahrt Schladen Süd / Beuchte zurückreichte.
Anfang Juli sollen die Bauarbeiten beendet werden, aber witterungsbedingte Verzögerungen können nicht ausgeschlossen werden. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 400.000 Euro und werden vom Bund getragen.

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